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Belüftung Hybridfähre spart 2 Mio. kWh pro Jahr

| Redakteur: Sariana Kunze

Null Emission, das ist das erklärt Ziel der Reederei Scandlines. Sechs der acht Fähren, die zwischen Deutschland und Dänemark verkehren, sind bereits Hybridfähren. Mit einem neuen Belüftungskonzept der Hybridfähren konnte die Reederei jetzt sogar über 80 Prozent der vorher benötigten Energie eingespart werden.

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Die Hybridfähre Prinsesse Benedikte der Reederei Scandlines, die auf der Ostsee zwischen Puttgarden und Rødby (Dänemark) verkehrt, spart dank EBM-Papst über 80 Prozent Energie bei der Belüftung.
Die Hybridfähre Prinsesse Benedikte der Reederei Scandlines, die auf der Ostsee zwischen Puttgarden und Rødby (Dänemark) verkehrt, spart dank EBM-Papst über 80 Prozent Energie bei der Belüftung.
(Bild: ebm-papst)

Über 2 Mio. kWh pro Jahr sparen die neuen Belüftungskonzepte der Hybridfähren von Scandlines nun ein. Diese Einsparung konnte durch den Austausch der alten AC-Ventilatoren durch EC-Ventilatoren von EBM-Papst erreicht werden.

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LED statt herkömmlicher Beleuchtung, Hybridantriebe, Abgaswäscher, neue Wasserpumpen, Lehrgänge zur sparsamen Fahrweise: Die Reederei Scandlines setzt konsequent auf Nachhaltigkeit. Dazu gehört auch eine effiziente Klimatisierung des Autodecks der Fähre, die neben dem Antrieb selbst sehr viel Energie verbraucht. Da auf der Fähre auch Lkw mit entzündbaren Stoffen den Fehmarnbelt überqueren, müssen die Ventilatoren explosionsgeschützt sein.

Die Fähren sind mit zwei Brücken ausgestattet, so müssen sie außerhalb der Häfen nicht wenden. Vor der Überarbeitung sorgten bei der Überfahrt insgesamt acht große AC-Ventilatoren für die Frischluftzufuhr des 12.000 Kubikmeter großen geschlossenen Autodecks. Für die Zu- und Abluft liefen jedoch immer einige Ventilatoren rückwärts. Diese Betriebsart ist besonders ineffizient, da Ventilatoren immer für eine Förderrichtung ausgelegt sind und im Rückwärtsbetrieb drastisch mehr Energie verbrauchen.

Ventilatoren arbeiten mit maximaler Effizienz

Zusammen mit EBM-Papst in Dänemark entwickelte die Reederei deshalb ein ganz neues Konzept: Je vier explosionsgeschützte EC-Axialventilatoren sind als Fangrid auf eine schwenkbare Metallplatte montiert. Die Platte mit den Ventilatoren kann so einfach in die benötigte Förderrichtung gedreht werden. Dadurch fördern die Ventilatoren die Luft immer in die Richtung, für die sie optimal ausgelegt sind und arbeiten so mit maximaler Effizienz. Dass nun vier Ventilatoren die Arbeit eines einzigen übernehmen, hat auch den Vorteil, dass die Fläche über die die Luft gefördert wird, vergrößert wird. Das optimiert den Luftaustausch auf dem Autodeck weiter. Am Schiff mussten außerdem keine Umbauten vorgenommen werden.

Die Maßnahmen ermöglichen pro Schiff Einsparungen von 2 Mio. kWh pro Jahr, was dem Jahresverbrauch von über 65 Einfamilienhäusern entspricht. Mittlerweile hat die Reederei ebenfalls die Ventilatoren für die Kabinenklimatisierung durch EC-Ventilatoren ersetzt. Ein Upgrade für drei weitere Fähren, die auch zwischen Puttgarden und Rødby fahren, ist bereits geplant.

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