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Universal Robots ILA 2014 – Luftfahrtindustrie setzt auf Mensch-Roboter-Interaktion

Redakteur: Robert Weber

Die Luftfahrtmesse in Berlin ist ein wichtiger und traditionsreicher Treffpunkt für Industrie, Politik und Kunden. In der Berichterstattung stehen vor allem die Fluggeräte im Mittelpunkt. Doch die Unternehmen fahnden am Flugfeld auch nach neuen Produktionsprozessen. Leichtbauroboter sind begehrt.

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Die ILA in Berlin zählt zu den wichtigsten Branchenschauen der Welt. Neben neuen Flugzeugmodellen werden auch innovative Produktionsansätze der Fachwelt präsentiert.
Die ILA in Berlin zählt zu den wichtigsten Branchenschauen der Welt. Neben neuen Flugzeugmodellen werden auch innovative Produktionsansätze der Fachwelt präsentiert.
(Bild: ILA)

Wenn Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel auf seinem Ausstellerundgang dem Roboter die Hand schüttelt, dann klicken die Kameras und die Bilder wandern von den Agenturrechnern in die Redaktion der Zeitungen. Roboter geben immer ein gutes Bild und der Handschlag zwischen Mensch und Maschine weckt Interesse. Doch die Zusammenarbeit zwischen Werker und Roboter sieht in der Realität anders aus. Weniger Blitzlicht erntet der UR 10 von Universal Robots, der vom Fraunhofer Anwendungszentrum Großstrukturen in der Produktionstechnik auf der ILA präsentiert wird.

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Der Leichtbauroboter wurde insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen entwickelt, die auf flexible, effiziente Automatisierung und eine schnelle Amortisierung setzen.

(Bild: Universal Robots)
Der UR 10 ist für die Mensch-Roboter-Kollaboration zugelassen (getestet gemäß EN ISO 10218-1:2006), das heißt, er kann ohne Schutzzaun im direkten Umfeld des Menschen arbeiten. Bei einem Eigengewicht von gerade mal 29 kg und einem Arbeitsradius von 1,30 m hat er eine Tragfähigkeit von bis zu 10 kg.

Nicht nur die Automobilindustrie braucht Roboter

Die Luftfahrtindustrie und vor allem die Zulieferer der Airbus- und Boeing -Maschinen zeigen sich auf der Messe interessiert von der Lösung, berichten die Fraunhofer-Forscher. Sprich: Nicht nur die Automobilindustrie schielt auf die neue Generation von Robotern. Beim Bau von Flugzeugen fallen heute noch viele manuelle Tätigkeiten an, bei denen der UR 10 den Menschen zukünftig unterstützen soll. Die Forscher aus Rostock sehen vor allem im Bereich der Fügetechnik und beim Nieten an den Flugzeugen Bedarf an Mensch-Maschinen-Interaktion, heißt es auf Anfrage von elektrotechnik. Auch bei Qualitätsprüfaufgaben können sie sich den Einsatz vorstellen. Der Verzicht auf den Schutzzaun erleichtert und flexibilisiert den Einsatz des Roboters im Flugzeugbau.

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