Wago Im EnBW-Netzwerk Energieeffizienz gemeinsam leben

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

In Zeiten, in denen Rohölkurse Achterbahn fahren und Klimaänderungen spürbar werden, ist für einige Firmen das Thema Energieeffizienz nicht nur ein Modewort. So haben sich seit dem Projektstart vor drei Jahren mehr als 100 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen in Netzwerken zusammengeschlossen.

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„Investitionsüberlegungen im Bereich Energieanlagen und Energieeffizienz sowie deren Rentabilität geschehen oft vor einem zu kurzen Planungshorizont“, sagt Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen.
„Investitionsüberlegungen im Bereich Energieanlagen und Energieeffizienz sowie deren Rentabilität geschehen oft vor einem zu kurzen Planungshorizont“, sagt Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Sie wollen mehr tun, als die übliche 1%ige Energieeinsparung pro Jahr, die durch reguläre technische Erneuerungen abfällt. Das bundesweite Angebot zum Bilden von Netzwerken kommt von EnBW Energie Baden-Württemberg. Ziel ist es, durch gegenseitige Unterstützung, bis zu zehn Prozent Energie in drei Jahren einzusparen. Dazu tagen die Netzwerkmitglieder vier Mal im Jahr, berichten von eigenen Erfahrungen, referieren über spezielle Problemstellungen und erfahren konkrete Unterstützung durch externe Fachplaner.

2. Netzwerktreffen des EnBW-Netzwerkes

Am 9. Juni fand das 2. Netzwerktreffen des EnBW-Netzwerkes Hannover-Harz bei der Wago Kontakttechnik in Minden statt - eines der 15 beteiligten mittelständischen Industrieunternehmen.

Das Treffen wurde von Lutz Lohmann, aus dem Bereich Energie-Dienstleistungen der EnBW-Vertriebs- und Servicegesellschaft, organisiert und vor Ort von Achim Zerbst vom Facilities Management bei Wago unterstützt. Nach der Begrüßung durch Axel Börner, Geschäftsführer von Wago, sprach Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V. (UVN). „Investitionsüberlegungen im Bereich Energieanlagen und Energieeffizienz sowie deren Rentabilität geschehen oft vor einem zu kurzen Planungshorizont. Die Amortisation von Investitionen nach nur zwei Jahren ist in diesem Bereich selten umsetzbar. Mindestens fünf Jahre sollte man dafür rechnen“, so Dr. Müller. „Theoretisch liegt das Energieeinsparpotential in der Industrie bei 20 bis 25 Prozent. Um dieses Ziel zu erreichen, muss vor allem der Wissenstransfer sowie der Austausch über gesetzliche Regelungen und technisches Know-how verstärkt und die rationelle Nutzung von Energie optimiert werden.“

Der anschließende Referent Norbert Juchem, Niederlassungsleiter der Vertriebsregion Nord-Ost bei der EnBW-Vertriebs- und Servicegesellschaft erinnerte daran: „Klimaschutz darf kein Modethema sein, immerhin werden 40 Prozent der Gesamtjahresenergie in Gebäuden verbraucht.“ Dazu komme ein instabiler Energiepreis, der abhängig ist von Börsenkursen, Beschaffungsstrukturen und Abgaben. Die EnBW bietet einen Energiemix aus Wind- und Wasserkraft, Kernenergie und Steinkohle. „Wir verkaufen aber nicht nur Strom, sondern wir wollen auch, das dieser effizient eingesetzt wird“, unterstreicht Norbert Juchem das Engagement von EnBW zur Energieeffizienz.

Trotz guten Vorsätzen ist allen Teilnehmen bewusst: Die derzeitige Krise erschwert Maßnahmen zur Energieeffizienz, die in vielen Fällen zunächst mit Investitionen verbunden sind.

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