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Verbindungstechnik

Im Gespräch: Ein Klemmensystem, drei Branchen

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Wie könnten Sie die Klemmen denn noch sicherer machen?

Andreas Brettschneider: Denkbar wäre es zum Beispiel, dass man ein Material entwickelt, mit dem die Klemme im Brandfall noch länger ihre Funktion aufrechterhalten und damit die Sicherheitsfunktionen im Gebäude länger unterstützen kann.

Herr Schrader, was sind die speziellen Anforderungen bei der Bahn?

Marco Schrader: In der Bahntechnik zählt zunehmend eine kompakte Bauweise, begründet unter anderem durch den Trend zu dezentralen Signal- und Stellwerkskomponenten. Denn in Zukunft werden die Platzverhältnisse in der Signaltechnik - ebenso wie in den Zügen - für die Verbindungstechnik immer enger. Da sind wir mit unserer Federtechnik im Moment sehr gut aufgestellt: Mit Topjob S können wir auf Grund der Rastermaße die Anforderungen der Kunden gut erfüllen. Außerdem erwarten unsere Kunden im Bahnsegment eine Betriebserprobung – die Komponenten sollen also möglichst lange schon im Feld eingesetzt werden. Und da können wir natürlich auch punkten, ist doch unsere Federklemmtechnik schon seit 1978 im Einsatz.

Burkhard Niemann: Im Maschinen- und Schaltanlagenbau müssen die Produkte vor allem immer einfacher in der Handhabung sein und intuitiv bedienbar. Trotz alledem müssen auch für komplexere Anforderungen entsprechend geeignete Produkte vorhanden sein, also spezielle Klemmen zum Beispiel für Stromwandlermessungen oder für den Anschluss von Sensoren und Aktoren. Und auch diese Klemmen müssen – im Hinblick auf den globalen Einsatz - von einem vielleicht nicht so gut geschulten Personal leicht zu handhaben sein.

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Wie reagieren Sie darauf?

Burkhard Niemann: Wir müssen zum Beispiel schauen, dass wir für Übersichtlichkeit bei der Verdrahtung sorgen, wie wir es mit unserem Topjob S Beschriftungslösungen schon machen. Wir haben hier eine drei-zeilige Beschriftung, so dass man nicht nur die Klemmen nummerieren, sondern auch ganze Gruppen sauber beschriften kann. So kann der Mitarbeiter alleine anhand der Klemmenbeschriftung erkennen, in welchem Bereich der Anlage er sich befindet – ohne extra noch einmal den Schaltplan konsultieren zu müssen.

Gibt es einen gemeinsamen Trend, den Sie unabhängig vom Einsatzgebiet in der Zukunft sehen?

Andreas Brettschneider: Insgesamt ist es sicherlich so, dass die Zahl an Verbindungen immer weiter steigen wird – einfach durch einen höheren Automatisierungsgrad. Gleichzeitig werden die für die Verdrahtung zur Verfügung stehenden Räume immer kompakter. Wir müssen also eine höhere Packungsdichte in der Verbindungstechnik ermöglichen und dabei hohe elektrische Reserven haben. Ein anderer branchenübergreifender Trend ist die steigende Energieeffizienz – in Gebäuden wird zum Beispiel immer häufiger LED-Beleuchtung eingesetzt. Damit verändert sich auch die Installation, weil jetzt kleinere Leiterdurchmesser und damit kleinere Klemmen genutzt werden können.

Burkhard Niemann: Generell gilt auch, dass mehr und mehr Wert auf den Gesamtprozess gelegt wird. Die Anwender sehen heute nicht mehr nur das einzelne Verdrahten des Leiters an der Klemme, sondern den gesamten Prozess von der Planung einer Anlage bis hin zum fertigen Schaltschrank. Das heißt, wir als Klemmenhersteller müssen für unsere Produkte auch frühzeitig die entsprechenden CAE-Daten liefern, damit das Ganze dann auch in die jeweilige Planungssoftware eingebunden werden kann.

Andreas Brettschneider: Bei uns ist einiges in Arbeit. Der Anwender kann von uns noch einige neue Produkte und Funktionen erwarten, die ihm einen echten Vorteil bieten werden.

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