Eaton und T-Systems

Im Gespräch: Mehrwertdienste machen bei Cloudlösungen den Unterschied

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Sie setzen eine Multi-IoT-Plattform ein. Wie funktioniert sie?

Lindemann: Da T-Systems mit vielen Kunden im IoT-Umfeld zusammenarbeitet, sind die Anforderungen sehr verschieden. Wir wollen uns bewusst nicht nur auf eine IoT-Plattform wie z.B. SAP Hana, Cisco Fog, Microsoft Azure festlegen, sondern wir wollen als Beratungshaus einen übergreifenden Best-of-Breed-Ansatz (bestmögliche Lösung) verfolgen. Mit der Multi-IoT-Plattform können wir individuell auf Kundenanforderungen reagieren und können die Plattform anbieten, die für den Kunden bzw. das Anwendungsszenario am geeignetsten ist. Denn jede einzelne IoT-Plattform hat ihre Stärken und Schwächen.

Welche Rolle spielt bei der IoT-Kooperation das „House of Clouds“ von T-Systems nahe Magdeburg?

Lindemann: Eine ganz wichtige Rolle! Wir haben vor drei Jahren das Rechenzentrum gebaut, das jetzt auf Grund der hohen Nachfrage schon wieder erweitert wird. Es ist eines von Deutschlands größten Rechenzentren und technisch wie energetisch auf dem neuesten Stand. Für die Partnerschaft mit Eaton ist ein wichtiger Aspekt, dass das House of Clouds dem deutschen Datenschutzrecht unterliegt.

Wie sieht es mit dem Thema Security aus?

Selke: Security fängt bei uns an, sobald ein LAN-Kabel in eine Maschine gesteckt wird. Unser eigener Anspruch ist es, dem Kunden vom Motorstarter bis in die Cloud ein fertiges Security-Konzept anzubieten. Dabei steht für uns die Einfachheit, eine Maschine sicher anzuschließen, im Fokus. Dies erfolgt über Router, DSL oder LTE, die von T-Systems freigegeben wurden und über die eine sichere Verbindung mit der Cloud aufgebaut wird. Hier kommt ein weiterer Vorteil der Zusammenarbeit zum Tragen: Als Tochterunternehmen der Deutschen Telekom ist T-Systems nicht nur Spezialist für Datahandling, sondern gewährleistet auch den sicheren Weg der Daten von der Maschine in das Datacenter. Sobald die Daten das Datacenter erreicht haben, sind sie in sicheren Händen, denn T-Systems ist zertifizierter Experte für Cybersecurity und Datentreuhänder nach deutschem Recht. Unser Ziel ist es, auch den KMUs, die keine eigene IT-Abteilung haben, die Möglichkeit zu eröffnen, ihren Endkunden sichere Cloud- und Mehrwertdienste anbieten zu können.

Sie wollen gemeinsam mit Pilotkunden IoT-Services entwickeln. Was steckt da dahinter?

Selke: Wir haben gemeinsam mit T-Systems Mehrwertdienste entwickelt, die wir jetzt in realen Kundenprojekten erproben werden. Dafür führen wir bereits konkrete Gespräche mit potentiellen Pilotkunden. Bei diesen Gesprächen stellen wir fest, dass viele Maschinenhersteller bereits eigene Vorstellungen über ihre Industrie 4.0 Strategie entwickeln und sich schnell Ansätze für neue Geschäftsideen ergeben, sobald sie mit den Möglichkeiten von Cloud und Datenanalyse vertrauter sind. Auch diese neuen Ideen wollen wir Schritt für Schritt in neue Dienste umsetzten. Ein positiver Trend, der die Dynamik in diesem spannenden Umfeld weiter hoch halten wird.

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