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Landmaschinen Im Märzen der Bauer das Tablet zückt

| Redakteur: Carina Schipper

Die Schare des alten Pflugs hinter Anton Hubers Scheune rosten vor sich hin. Große Maschinen traten an seine Stelle. Heute hält die digitale Vernetzung Einzug in der Landwirtschaft. Claas E-Systems bringt mit seiner Technologie das Internet der Dinge aufs Feld.

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Mithilfe von Sensoren passt der Traktor beispielsweise seine Fahrgeschwindigkeit den aktuellen Bedingungen an.
Mithilfe von Sensoren passt der Traktor beispielsweise seine Fahrgeschwindigkeit den aktuellen Bedingungen an.
(Bild: Claas)

Huber erinnert sich noch gut den ersten Traktor. Ab 1958 erleichterte ein Eicher EM 200 Tiger der Familie die Arbeit auf den Feldern. Als der Sohn den Hof übernahm, waren große Landmaschinen nicht mehr wegzudenken. Noch etwas hat sich im Vergleich zu früher geändert. Agrarwirtschaft und Industrie galten lange als Paradebeispiel für Gegensätze. Bis auf wenige Ausnahmen stimmt das immer noch. „Die Industrie verfügt über eine hohe Arbeitsteilung. Jeder Mitarbeiter hat seine spezifische Aufgabe. Er kennt sich in seinem Fachgebiet aus und beschränkt sich darauf“, beschreibt Thilo Steckel vom Landmaschinenhersteller Claas. Landwirte hingegen seien Generalisten und Spezialisten gleichzeitig. Erfahrungs- und Expertenwissen auf vielen unterschiedlichen Gebieten spielen bei ihrer Arbeit eine große Rolle, sagt er. Eine Schnittstelle zur Industrie sieht der Agraringenieur trotzdem.

Die Natur verlangt mehr Flexibilität und Kontextsensivität

In der Industrie wie in der Landwirtschaft stehen das Produkt und die damit verbundenen Prozesse im Zentrum. Im Wesentlichen gleichen sich die zu erfüllenden Kriterien: Schnelligkeit, Zuverlässigkeit, Qualität, Effizienz und Kosten. Abläufe in der Fabrik lassen sich festlegen. Draußen auf dem Feld herrschen wechselnde Bedingungen. Das Wachstum der Pflanzen lässt sich nur mit Hilfe von groben Vorhersagen und vielen Erfahrungswerten einschätzen. Mehr Flexibilität und Kontextsensivität ist gefragt. Ackerbau unterliegt oft temporären und kleinräumigen Einflüssen. Regen etwa weicht die Felder auf. Der Untergrund lässt sich schlechter Befahren. Das muss der Landwirt in seine Prozessplanung miteinbeziehen. Tablets erleichtern ihm den Zugang zu wichtigen betriebsspezifischen Daten, Anwendungen und Informationen wie beispielsweise Kundendaten, Flächenmanagement, Navigation, E-Mailing und Wetterprognose.