Sicherheits-Steuerungen Immer auf der sicheren Seite

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Wer heute von Sicherheit spricht, erwartet vom Anbieter keine proprietären Insellösungen, sondern offene und umfassende Konzepte sowie hohe Sensor-, Steuerungs- und Anwendungskompetenz. Sick bietet ein lückenloses Produktportfolio an sicheren Steuerungen – von einfacher Steuerung ohne Software bis zu komplexer Technik.

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„Als Hersteller von Sicherheitstechnik setzen wir mit SafetyPlus die Kontinuität für ein integriertes Sicherheitsdenken und -handeln fort“, sagt Claus Melder, Leiter Division Industrial-Safety-Systems bei Sick. Mehr Integration bedeute zum einen, vom ersten Planungsschritt über Risikoanalyse, Engineering, Projektierung, Inbetriebnahme, Instandsetzung und Modernisierung einer Maschine alle sicherheitsrelevanten Aspekte immer im Blick zu haben. Zum anderen führen durchgängige Sensor-, Steuerungs- und Servicelösungen aus einer Hand zu wirtschaftlichen und zukunftsfähigen Ergebnissen mit hoher Investitionssicherheit. Zugute kommt dabei dem Unternehmen zudem die Unabhängigkeit der Sensorlösungen von großen Automatisierungs-Systemen.

Zum umfangreichen Sicherheits-Produktportfolio gehören die sicheren Steuerungslösungen – angefangen von ganz einfachen ohne Software bis zu komplexer Steuerungstechnik mit Software. „Damit bieten wir ein lückenloses Portfolio mit optimaler Sensorintegration, das applikationsorientiert und plattformunabhängig ist“, so Harald Schmidt, Produktmanager bei Sick und erläutert die zugehörigen Produkte.

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UE410 Flexi – ohne Software

Eine, die ganz ohne Software auskommt, ist die Kleinsteuerung UE410 Flexi, die Sicherheit nach dem Baukastenprinzip bietet. Sie besteht aus wenigen multifunktionalen Grundbausteinen und wird aus diesen anwendungsbezogen zusammengesteckt. Modul um Modul wächst es so individuell mit der jeweiligen Sicherheitsaufgabe.

Grundelement ist die UE410, ein Hauptmodul mit vier Eingängen und vier Ausgängen. Erweiterungsmodule ermöglichen den Anschluss von mehr Ein- und Ausgangselementen sowie die Verbindung via Feldbus zu einer übergeordneten Steuerung, um Diagnose- und Status-Informationen weiterzugeben. Untereinander kommunizieren die einzelnen Module über einen Datenbus. Die Funktionen jedes Moduls sind frontseitig per Drehschalter wählbar.

Viele Funktionen integriert

Ob Standard- oder Spezialanwendung – durch die Kombination der entsprechenden Grundmodule verfügt die UE410 Flexi über zahlreiche zusätzliche Funktionen: Not-Aus wahlweise mit und ohne Querschluss-Erkennung, Schutztür-Überwachung, Laserscanner und Lichtgitter, gesteuertes Stillsetzen durch einstellbare Rückfallverzögerung, wahlweise mit oder ohne Retriggerung, Zweihandanwendung nach EN 574, Typ IIIA und IIIC – bis zu Muting und Override. So eignet sie sich sowohl für viele taktile als auch berührungslose Sicherheits-Sensoren.

Spart Platz und Kosten

Je nach Bedarf lässt sich das modulare Konzept erweitern. Zudem spart es Gerätekosten und Platz im Schaltschrank. Bereits ein einziges Modul mit acht verschiedenen Funktionen ersetzt zwei herkömmliche Sicherheits-Schaltgeräte. Im Maximalausbau können bis zu 50 zweikanalige Sicherheits-Sensoren überwacht werden – und das bis zu Kategorie 4 nach EN 954-1 oder SIL 3 nach EN 61508. Ein weiterer Vorteil: Die Steuerung braucht lediglich gesteckt und per Schraubendreher eingestellt werden.

UE44x7 – in IP67

Zu den interessanten Neuentwicklungen von Sick gehören auch die kompakten, dezentralen Sicherheits-Remote-Steuerungen UE44x7 in Schutzart IP67, mit denen erstmals die schaltschranklose Sicherheits-Automatisierung direkt vor Ort realisierbar ist. Über die integrierte DeviceNet-Schnittstelle lassen sich sowohl sicherheitsgerichtete Signale (DeviceNet Safety) als auch Standardsignale mit einer übergeordneten Steuerung austauschen.

Besonders vorteilhaft für zeitkritische Applikationen im Netzwerkverbund: Mittels der “Fast Shut Off”-Funktion sind erstmals sehr schnelle und feste Reaktionszeiten von acht Millisekunden realisierbar – unabhängig von der Anzahl Teilnehmer im Netzwerk (übliche Reaktionszeiten liegen bei 100 bis 200 ms).

Das minimiert zum einen die Sicherheitsabstände zwischen Schutzeinrichtung und Gefahrstelle. Zum anderen sind damit die Zeiten vorbei, in denen sich der Anwender immer zwischen einer schnellen Einzelsteuerung oder einer erweiterbaren Lösung auf Kosten längerer Netzwerk-Reaktionszeiten entscheiden musste.

Easy Automation

Hinzu kommt, dass die UE44x7 alle Voraussetzungen bietet, um eine einfache und dennoch umfassende sicherheitsgerichtete Automatisierung umzusetzen. So lassen sich mit Hilfe der SICK-einheitlichen Parametrier-Oberfläche CDS bis zu 32 zertifizierte Funktionsbausteine an die angeschlossenen Sicherheitssensoren und Aktoren zu einer dezentralen Sicherheitslösung verknüpfen. Durch die Funktion “Safety Enable” ist eine Standard-SPS fähig, die Sicherheitsausgänge der UE44x7 direkt anzusteuern – ohne eine separate Sicherheitssteuerung einzusetzen. Per Zustimmprinzip können Standardsignale wie Maschinenstart über die zentrale Standardsteuerung auf die dezentrale IP67-Sicherheitssteuerung wirken. Weil die UE44x7 die komplette Sicherheits-Funktionalität schaltschranklos im Feld realisiert, lassen sich so die Hardware- und Installationskosten minimieren und die Automation erheblich vereinfachen.

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SICK AG, Tel. +49(0)7681 2020

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