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Industrie 4.0 In der vernetzten Produktion wird Energieeffizienz weiter steigen

Redakteur: Sariana Kunze

Es ist Stand der Technik: Maschinen gewinnen an der einen Stelle Strom aus Bremsbewegungen zurück und stellen ihn anderen Antrieben für Beschleunigungen zur Verfügung. In der künftigen Industrie 4.0 wird es möglich sein, solche Ansätze zur Energieeinsparung durch intelligente Vernetzung aller Produktionsbereiche auf ganze Fabriken zu übertragen. Dazu Dr. Karl Tragl, Vorsitzender des Vorstands der Bosch Rexroth AG:

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Dr. Karl Tragl, Vorsitzender des Vorstands der Bosch Rexroth AG
Dr. Karl Tragl, Vorsitzender des Vorstands der Bosch Rexroth AG
(Bild: Bosch Rexroth)

„In der zukünftigen Industrie 4.0 bleiben die heute schon verfügbaren Hebel für bessere Energieeffizienz (effiziente Komponenten, Bedarfssteuerung, Rückgewinnung und effizientes Design) die gleichen, können aber sehr viel mehr Kraft entfalten. So erzeugen intelligente, mit Sensorik ausgestattete Komponenten und Module in den Maschinenverbünden einer Industrie 4.0 eine Vielzahl von Daten und Informationen. Systematisch ausgewertet, lässt sich damit die Energieeffizienz im gesamten Wertschöpfungsnetz noch einmal deutlich steigern.

Gleichzeitig werden Maschinenhersteller diese Intelligenz nutzen, um auch bislang ungeregelte Motoren in Pumpen und Lüftern bedarfsgerecht, on demand, zu betreiben. Hier eröffnen modell-prädiktive Regelungen und Cloud-basierte Simulationen auf Fabrikebene neue Möglichkeiten, die Potenziale vollständig auszuschöpfen.

Einmal aus dem Stromnetz bezogene Energie innerhalb einer Maschine mehrfach zu nutzen, ist mittlerweile Stand der Technik. Dank Vernetzung wird man diesen Ansatz in Zukunft auf ganze Fabriken übertragen können. Ein intelligenter Energieaustausch zwischen Maschinen eröffnet enorme Potenziale, die CO2 Emissionen zu verringern und Betriebskosten zu sparen.

Enorme Herausforderungen durch gesteckte Klimaziele

Und schließlich werden Konstrukteure zukünftig schon in der Konzeptionsphase neuer Maschinen anhand virtueller Abbilder aller Komponenten sämtliche Energieströme analysieren und optimieren können.

Mit den in unserer Systematik Rexroth 4EE (for Energy Efficiency) beschriebenen Hebeln können wir bereits heute die Energieeffizienz in industriellen Prozessen steigern. Aber wir alle wissen, dass die gesteckten Klimaziele eine enorme Herausforderung darstellen. Die smarte Fabrik wird uns dabei helfen, so ressourcenschonend wie möglich zu produzieren.“

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