Redaktions-Tipps von der Cebit: Von der Online-Steuerung für den Industrieroboter bis zum Video-Kühlschrank

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Ein durchschnittlicher Leser kommt auf rund zweihundert Wörter in der Minute, dennoch ist die eigentliche Lesegeschwindigkeit Bild: Universität des Saarlandes WuT GmbH
Ein durchschnittlicher Leser kommt auf rund zweihundert Wörter in der Minute, dennoch ist die eigentliche Lesegeschwindigkeit eines Menschen etwas sehr individuelles. Hat er dann eine Seite in einem Buch zu Ende gelesen, dann blättert er um. Am Bildschirm läuft das etwas anders: Der Nutzer zieht den Text zum Beispiel mit der Maus nach oben oder dreht am Rad. Diese „Arbeiten“ möchten Informatiker der Universität des Saarlandes und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) den Lesern künftig ersparen: Sie setzen auf eine Technik zur individuellen Ermittlung der Lesegeschwindigkeit und passen dann die Anzeige des gelesenen Textes automatisch an. Das auf der CeBIT 2015 in Hannover vorgestellte Verfahren basiert dabei auf bereits im Handel erhältlichen Eye-Tracking-Brillen. Diese erfassen die Augenbewegungen beim Lesen und errechnen daraus in Echtzeit die jeweilige Lesegeschwindigkeit. Das System erkennt auch, ob der Lesende langsamer oder schneller wird und passt die Geschwindigkeit des Textvorlaufs entsprechend an. In welche Anwendungsumgebungen dieses Verfahren schließlich tatsächlich Einzug halten könnte, möchten die Forscher auch durch den Austausch mit Interessierten auf der CeBIT herausarbeiten.
Ein durchschnittlicher Leser kommt auf rund zweihundert Wörter in der Minute, dennoch ist die eigentliche Lesegeschwindigkeit