Branche Automatisierer investieren weiter in Europa und zunehmend in Indien

Quelle: Horváth 1 min Lesedauer

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China verliert für Automatisierer an Bedeutung. Das kommt vor allem Indien zugute. Gleichzeitig konzentrieren sich immer mehr Unternehmen auf eine Verlagerung ihrer Produktion zum Hauptsitz.

Automatisierung spielt auch in der Intralogistik eine immer wichtigere Rolle. (Bild:  Unique Vision - stock.adobe.com)
Automatisierung spielt auch in der Intralogistik eine immer wichtigere Rolle.
(Bild: Unique Vision - stock.adobe.com)

Die Managementberatung Horváth hat in ihrer neuen Studie „Future of Industrial Automation 2030“ ein wachsendes Interesse an Indien festgestellt, während für Investoren das Interesse an China abnimmt. Laut einer Mitteilung wollen in Indien und China Europäer zu jeweils 33 Prozent investieren. Unternehmer aus Nordamerika sind bei Investitionen in China (19 Prozent) zurückhaltender als europäische Unternehmen und etwas mutiger, was Indien angeht (37 Prozent). Insgesamt liegt Indien dann mit 35 Prozent vor China (27 Prozent).

„Indien gilt als vielversprechender Wachstumsmarkt, sowohl als Absatzmarkt als auch als Investitionsstandort. Das Land hat als Produktionsstandort im Vergleich zu China deutlich an Bedeutung gewonnen. Unternehmen sollten ihre Ausrichtung auf China kritisch hinterfragen und neu bewerten“, sagt Horváth-Automationsexperte Daniel Kittelberger. Für die Studie wurden Automatisierungsunternehmen aus Deutschland, Europa und Nordamerika mit mindestens 100 Millionen Euro Jahresumsatz im Jahr 2022 befragt.

Dienstleistungsportfolio als stärkster Umsatzhebel

Neben der Verlagerung nach Inden konzentrieren sich die befragten Unternehmen vor allem auf neue Produktionsanlagen in der Nähe ihres Hauptsitzes. In Nordamerika ansässige Firmen haben zusätzlich Mittel- und Südamerika sowie Westeuropa im Fokus, heißt es weiter. Süd- und Osteuropa spielen dagegen keine Rolle. Europäische Unternehmen investieren zu 63 Prozent in Westeuropa, gefolgt von den USA und Kanada (49 Prozent) und Osteuropa (33 Prozent).

85 Prozent sehen eine Stärkung des Dienstleistungsportfolios als den wichtigsten Umsatzhebel für künftigen Erfolg, gefolgt von kontinuierlicher Produktinnovation (80 Prozent) und der Entwicklung neuer Branchenanwendungen (78 Prozent). Letzteres sei insbesondere für Unternehmen der Antriebstechnik und der elektrischen Komponenten relevant. Darüber hinaus investieren bereits 95 Prozent der Unternehmen in künstliche Intelligenz. „Wer bis jetzt noch nicht in KI investiert hat, wird morgen keine Rolle mehr am Markt spielen. Top-Manager müssen hier einen Fokus setzen, die vielen Einsatzmöglichkeiten im Blick haben und dann auch umsetzen“, sagt Daniel Kittelberger.

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