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Industrial Augmented Reality Industrial Augmented Reality überlappt die Wirklichkeit

| Autor/ Redakteur: Franz Koller / Reinhard Kluger

Vermehrt verschmelzen Fabriken und virtuelle Welten. Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine ist der Schlüssel zum Erfolg. Eine optimal gestaltete HMI fördert das Zusammenspiel beider Welten. Mobile Devices stehen dabei im Fokus.

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Intelligente Visualisierung hat das Potenzial, auch die Datenwelt der Industrie 4.0 für den Nutzer überschaubar zu machen.
Intelligente Visualisierung hat das Potenzial, auch die Datenwelt der Industrie 4.0 für den Nutzer überschaubar zu machen.
(UID)

Die Vision der Industrie 4.0 bringt die Produktionswelt mit der virtuellen Welt der Daten näher zusammen – und das vermehrt mithilfe mobiler Devices. Ein Ansatz, der diese Aspekte vereint, und somit großes Potential für die mobile Fabrik der Zukunft birgt, ist Augmented Reality (AR). AR überlappt die Wirklichkeit mit Computer-generierten Objekten und Informationen und ermöglicht es, die erlebte Realität um kontextrelevante Daten zu erweitern. Dazu erkennt das System das vom Nutzer betrachtete Objekt und sucht im verfügbaren Informationsraum die Daten aus, die zum geplanten Handlungsschritt gehören. So werden beispielsweise Bilder, Animationen oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten angereichert.

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In dem vom BMBF geförderten Forschungsprojekt ARVIKA (Augmented Reality für Entwicklung, Produktion und Service) hat die User Interface Design GmbH (www.UID.com) gemeinsam mit Partnern bereits 1999 bis 2003 den Einsatz von AR im industriellen Einsatz ganzheitlich erforscht. Schon damals fanden sich verschiedene Anwendungs-Szenarien – von der AR-unterstützten Montage über AR-gestützte Qualitätsdatenerfassung bis zur Fabrik- und Anlagenplanung. Diesen standen jedoch enorme Kosten und fehlende Projektionsmöglichkeiten gegenüber. Mobile Smart Devices beginnen, diese Lücke zu schließen.

Die Erfolgsfaktoren für die ...

Ein aktuelles Beispiel für AR in der Industrie ist die Software MARTA (Mobile Augmented Reality Technical Assistance), die Volkswagen mit Metaio für die Kleinserie XL1 entwickelt hat. MARTA ist eine virtuelle Bauanleitung, die dem Mechaniker per Tablet die Arbeit erleichtert: Per Kamera erkennt die Anwendung einzelne Bauteile und liefert Informationen zu benötigten Werkzeugen und Arbeitsschritten. Dabei wird dem Mechaniker jeder Schritt visuell demonstriert.

In der mobilen Fabrik der Zukunft werden aber nicht nur Apps eine Rolle spielen. Mit dem Internet der Dinge werden auch reale Objekte zunehmend intelligent. Das US-Unternehmen DAQRI hat dieses Jahr einen Schutzhelm mit integriertem Computer vorgestellt. Vor den Augen des Nutzers befinden sich zwei Bildschirme, die transparent Informationen einblenden. Das können zum Beispiel Markierungen sein, die den Nutzer durch eine Anlage navigieren. Am Zielort schaut der Nutzer auf ein Messgerät und bekommt eingeblendet, ob die angezeigten Werte den Vorgaben entsprechen. Schließlich kann das System dem Träger konkrete Handlungsanweisungen geben, etwa welche Teile er austauschen muss und welche Arbeitsschritte dafür nötig sind.

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