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Wieland-Clusterforum Industrie 4.0 im Fokus

| Redakteur: Reinhard Kluger

Am 12. Juni fand das zweite Clusterforum vom Cluster Mechatronik & Automation e.V. bei Wieland Electric in Bamberg statt. Über 65 Teilnehmer diskutierten das Thema Industrie 4.0

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Gut besucht: Clustertreffen bei Wieland in Bamberg.
Gut besucht: Clustertreffen bei Wieland in Bamberg.
(Cluster M&A/Busch)

„ Wir sind als global agierendes deutsches Familienunternehmen führender Lösungsanbieter und Innovator für die Übertragung, Auswertung und Verarbeitung von Signalen und Energie mit klarem Branchenfokus.“, so Dr.-Ing. Oliver Eitrich, Geschäftsführer der Wieland Electric GmbH. Das 1910 gegründete, finanziell unabhängige Familienunternehmen mit rund 2.200 Mitarbeitern hat heute über Tochtergesellschaften und Vertretungen in mehr als 70 Ländern. Der Exportumsatz liegt bei über 60 Prozent.

Intelligente Systeme kommen

Dr.-Ing Thorsten Klie bilanzierte in seinem Vortrag das hochaktuelle Thema. Die Kommunikationstechnologie bilde die Basis zur erfolgreichen Umsetzung der 4. industriellen Revolution – eines der am meisten diskutierten Themen auf der Hannover Messe 2013, so Dr. Klie. Die vertikale und horizontale Kommunikation quer durch die Produktion und alle Unternehmensbereiche sei nur mit entsprechend intelligenten Systeme und Komponenten umsetzbar.

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Es folgten fachspezifische Einzelvorträge von hochkarätigen Referenten mit anschließenden lebhaften Diskussionen.

Die Herausforderungen annehmen

Wie groß die Herausforderungen gegenwärtig sind, zeigte beispielsweise der Vortrag von Dr. rer. nat. Benjamin Jurke von der DMB Electronics GmbH (Gildemeister Group) Zum Thema Vernetzung und Zustandsüberwachungs-Techniken bei Werkzeugmaschinen auf: „Fehlende Kommunikationsstandards erschweren die intelligente Vernetzung massiv. Die gegenwärtigen Produkte dienen primär zur unidirektionalen Status-Abfrage“, so Dr. Jurke. Die intelligente Vernetzung von Maschinen biete aber ein großes Potential, die Automatisierung in der Produktion weiter voran zu treiben und die offenen Standards bilden hierbei wichtige Grundvoraussetzungen.

Zuverlässigkeit der Übertragung

Dr. Ing. Mike Heidrich vom Fraunhofer ESK stellte in seinem Beitragt die Vorteile der Funkkommunikation für die Vernetzung in industriellen Umgebungen, insbesondere in der Industrie 4.0, dar. „Die wichtigste Anforderung bestehe hier in der Zuverlässigkeit der Übertragung. „Wichtig ist die Koexistenz verschiedener Funksysteme. Die Lösung besteht in einem intelligenten Koexistenz-Management mit Hilfe geeigneter Werkzeuge und Onlineüberwachung“, so Dr. Heidrich.

Die Zukunft gehört den Datensammlern

Topaktuell war auch der Abschlussvortrag von Frau Prof. Dr. Gabi Dreo von der Universität der Bundeswehr in München. Ihre Kernaussage zum Thema Sicherheit in Cloud-Systemen: Die Zukunft gehört den Datensammlern; den Provider (You Tube), den Suchmaschinen (Google), den Sozialen Netzwerken. (Facebook, Twitter, Xing, LinkedIn). Aber auch Kreditkartenanbieter, Banken, Versicherungen, Mobilfunkprovider, Online Vertrieb oder dem Handel (Payback Systeme) Dem riesigen Potential stehe jedoch die Bedrohung durch Missbrauch entgegen. Big Data in Clouds erfordere entsprechend eine Kontrolle der Daten, die derzeit nicht gewährleistet werden könne.

Lob für die Führung durch die Produktion vor Ort. „Der Unternehmensrundgang war top. Mit diesen Veranstaltungen erweitern wir unseren Horizont und bekommen sehr interessante Einblicke“, so das Fazit. von Jürgen Goldücke von Goldlücke Ingenieurdienstleistungen.

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