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IT Innovation Readiness Index 2013 Industrie 4.0-Reife in Deutschland überraschend hoch

| Redakteur: Sariana Kunze

Laut des aktuellen IT Innovation Readiness Index 2013 hat das produzierende Gewerbe in Deutschland gute Startbedingungen für die Industrie 4.0-Epoche. Die Studie wurde vom Marktforschungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag von Freudenberg IT erstellt. Vorrangiges Anliegen dabei war, die Innovationsbereitschaft der Branche beim Übergang in das Industrie 4.0-Zeitalter zu ermitteln und mittels eines IT-Innovationsindexes zukünftig mess- und vergleichbar zu machen.

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IT Innovation Readiness Index 2013 zeigt: Der fertigender Mittelstand ist gut aufgestellt für Industrie 4.0.
IT Innovation Readiness Index 2013 zeigt: Der fertigender Mittelstand ist gut aufgestellt für Industrie 4.0.
(Freudenberg IT)

Der Innovationsindex der Zielgruppe liegt auf einer Skala zwischen 0 und 10 bei 4,91. Dieser Wert ergibt sich aus einer Aggregation technologischer Einzelindizes, die sich hauptsächlich auf Industrie 4.0, Mobility und Cloud Computing beziehen.

Einsatz selbststeuernder Produktionsprozesse wird derzeit großteils ausgeschlossen

Der Industrie 4.0-Index beträgt laut Studie 6,28. Positiv floss hierbei ein, dass 70 Prozent der befragten Unternehmen bereits IT-Fernwartung, 60 Prozent IT-basierte Automatisierung und fast zwei Drittel intelligente Anlagen nutzen. Negativ hingegen wirke sich zum Beispiel aus, dass 47 Prozent den Einsatz dezentral vernetzter, selbststeuernder Produktionsprozesse derzeit noch ausschließen. „Wir gehen in den nächsten Jahren von einem wachsenden Einfluss der Produktion auf strategische IT-Entscheidungen aus und erwarten daher, dass der Industrie 4.0-Index tendenziell weiter steigen wird“, sagt PAC-Analyst Karsten Leclerque.

Mobile Arbeitsplätze nehmen in großen Betrieben zu

Der Mobility-Index von 5,65 erklärt sich unter anderem daraus, dass mehr als zwei Drittel aller Fertigungsunternehmen bereits mobile Arbeitsplätze einsetzen und vor allem große Betriebe das Potenzial von Mobile Device Management (MDM) bejahen. Abträglich wirkte hier, dass über die Hälfte der Befragten eine beruflich-private Mischnutzung mobiler Endgeräte im Sinne von „Bring Your Own Device“ nicht für relevant hält. Der relativ niedrige Cloud-Index von 2,80 hängt hauptsächlich mit Vorbehalten gegen dieses IT-Modell im industriellen Mittelstand zusammen: Zwar nutzen 18 Prozent Speicher oder Server aus der Cloud und 16 Prozent Software-as-a-Service (SaaS), doch stößt Cloud Computing generell bei 40 Prozent auf Ablehnung.

Dialog zwischen IT und Produktion

„Die Studie offenbart einen überraschend hohen Innovations- und Industrie 4.0-Reifegrad im produzierenden Mittelstand“, sagt Horst Reichardt, CEO von Freudenberg IT. Die IT-Durchdringung sei zwar in den verschiedenen Branchen unterschiedlich ausgeprägt, doch in der Summe hätten deutsche Fertiger auf dem noch jungen Wachstumfeld Industrie 4.0 eindeutig fußgefasst. „Zur Beschleunigung der Adaption dieses Trends kommt es im internationalen Wettbewerb jetzt entscheidend auf einen echten Dialog zwischen Produktionsspezialisten und IT-Fachleuten an. Denn Hightech-Einsatz führt nicht per se zu Industrie 4.0. Dazu ist vielmehr eine Kombination aus IT- und tiefem Prozessverständnis in der Fertigung notwendig“, sagte CEO Horst Reichardt.

Für die repräsentative Untersuchung befragte das Marktforschungsinstitut in der Bundesrepublik rund 140 IT-Entscheider und Produktionsleiter von mittelständischen Fertigungsunternehmen unterschiedlicher Größe. Die Unternehmen setzen sich dabei aus unterschiedlichen Branchen zusammen: Maschinen- und Anlagenbau (38 Prozent), Automotive (28 Prozent) und sonstiger Fertigung (33 Prozent) mit einer jeweiligen Unternehmensgröße von 250 bis 499 Mitarbeitern (48 Prozent) sowie 500 bis 4.499 Mitarbeitern (52 Prozent).

Der IT Innovation Readiness Index 2013 zum Download

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