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Contra: Die andere Meinung zum Thema: Revolution oder Evolution?

Ole Møller-Jensen, Danfoss: „Allen bekannt sind die drei großen industriellen Revolutionen - von der Dampfmaschine über die Bandfertigung bis zur heutigen Situation, bei der die IT enger mit der Fertigung verzahnt wird. So entstehen immer fortschrittlichere Automatisierungssysteme. Wir sind Zeugen erstaunlicher Entwicklungen und befinden uns gerade auf dem Weg zum „Internet der Dinge“, zur Vision Industrie 4.0. Alles wird miteinander verbunden.
Industrie 4.0 leitet keine unvorhergesehene Umbruchphase ein
Aber: Ist die Vision Industrie 4.0 gleichzeitig eine Revolution? Schon die Serienproduktion von Henry Ford ermöglichte das Herstellen von mehreren hunderttausend identischen Autos. Als die IT in den 1970er Jahren in die Produktion Einzug hielt, begannen die Fabriken innovativ mit den Produktionssystemen zu kommunizieren, um eine Qualität und Kompexität zu erreichen, die zuvor als undenkbar galt. Ein aktueller interessanter Aspekt dabei ist, zumindest in Deutschland, dass Industrie 4.0 auch auf der politischen Agenda steht. Zwar ist die Ankündigung einer Revolution gewagt, aber sie rückt die komplette Industrie eines Landes in den Fokus. Ein Effekt, der sich fördernd auf alle Branchen und ihre Anwender auswirkt. Wenn Deutschland über Industrie 4.0 spricht, wissen alle Beteiligten, worum es geht. Aber eine Revolution? Aus unserer Sicht steht Industrie 4.0 eher für Evolution. Leitet es doch keine unvorhergesehene Umbruchphase ein. Mit Industrie 4.0 erfahren wir, wie wir das Internet einsetzen können, und wie wir es nach und nach in die Fertigung integrieren können. Revolution oder Evolution: ob man es nun Industrie 4.0 nennt, oder nicht, was aber derzeit geschieht , das ist äußerst wichtig für Danfoss. Nun wissen wir, wo wir stehen. Für uns ist Industrie 4.0 interessant, stellt aber für uns keine neue Denkweise dar, eine Situation, wie sie ebenfalls für andere Unternehmen gilt. Wir vernetzen Produkte und Prozesse seit 30 Jahren. Aus diesem Blickwinkel stellt die zunehmende Integration eine logische Entwicklung dar. Ob Revolution oder Evolution, viel wichtiger ist die Tragweite für uns als Hersteller von Fequenzumrichtern. Unsere Fertigung im dänischen Graasten erfüllt bereits die Konzepte von Industrie 4.0. Das Werk wird intelligent per IT gesteuert. Damit können wir eine flexible Massenfertigung nach Anwenderwunsch realisieren, mit der sich alle Anforderungen der Kunden erfüllen lassen. Unsere Produktphilosophie, die den Kunden alle Freiheiten bei der Produktauswahl lässt, treibt uns an, Lösungen zu entwickeln, die Industrie 4.0-ready sind. Es besteht kein Zweifel, dass die Zukunft neue Herausfoderungen bereithält. Danfoss steht damit aber nicht allein da. Wir haben erkannt, dass Integration bereits vor zehn Jahren Zukunft war, lange bevor das Konzept Industrie 4.0 entwickelt wurde. Es ist also nichts Neues. Für unsere Zukunft ist es jedoch wichtiger denn je.“
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