IPC Industriegerechte PCs automatisieren Maschinen- und Betriebsdatenerfassung bei einem Hersteller von Präzisionsbauteilen.

Redakteur: Reinhard Kluger

Industrie-PC von noax sind für raue Industrieumgebungen konzipiert. So kann man das Erfassen von Maschinendaten und Betriebsdaten bei der Fertigung von Präzisionsbauteilen erfassen.

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Wom man Präzisionsbauteile fertigt, da enstehen feiner Nebel und störende Luftgeuchtigkeit. Dort verwendete IPC sollten ohne Luftschlitze auskommen.
Wom man Präzisionsbauteile fertigt, da enstehen feiner Nebel und störende Luftgeuchtigkeit. Dort verwendete IPC sollten ohne Luftschlitze auskommen.
(Noax)

Für Gerhard Große, kaufmännischer Geschäftsführer der MEBI GmbH, war die Rechnung einfach: In der Fertigung hält ein herkömmlicher Laptop zwölf bis fünfzehn Monate. Danach muss man ihn entsorgen. Die Feuchtigkeit und der feine Ölnebel in der Produktion dringen durch die Lüftungsschlitze ein und zerstören die inneren Bauteile. Ein Industrie-PC von noax hingegen soll seinen Dienst ohne Störungen über viele Jahre hinwegverrichten können. Der Grund: Sämtliche noax-Geräte sind komplett geschlossen und entsprechen IP65 und lassen weder Staub noch Feuchtigkeit noch sonstige Stoffe in ihr Inneres.

Die Entscheidung fiel Gerhard Große daher leicht. Seit November 2004 setzt der Metall verarbeitende Betrieb noax-IPCs ein. Mittlerweile stehen 38 Geräte vom Typ C15 in der Fertigung und zeigen den Mitarbeitern an den Maschinen die aktuellen Auftrags-, Betriebs- und Maschinendaten an.

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Feine Späne

Der Name MEBI, er steht für Me-tall Bi-berach. Das Unternehmen aus dem Schwarzwald stellt Präzisionsbauteile aus Stahl und anderen Metallen her, die vornehmlich in Maschinen und Anlagen der Investitionsgüterindustrie, aber auch im Automobilbau und in der Luft- und Raumfahrttechnik zum Einsatz kommen. In der Fertigung werden die Rohlinge – das sind runde Metallstangen von mehreren Metern Länge und einem Durchmesser von einem bis fünf Zentimetern – in Spezialmaschinen gespannt und im zerspanenden Verfahren zu Drehteilen und anderen Bauelementen verarbeitet. Zerspanendes Verfahren bedeutet, dass Schneidewerkzeuge vom sich drehenden Rohling feine Späne fräsen oder schleifen.

So bleiben Luftfeuchtigkeit und Ölnebel sicher ausgesperrt

Sowohl Werkzeug als auch das zu bearbeitende Metall ist ständig mit einer Öl-Wasser-Emulsion zu kühlen. Die Kühlflüssigkeit fließt über die Stelle am Rohling, wo das Schneidewerkzeug ansetzt. Trotz moderner Absaugmethoden läßt sich nicht vermeiden, dass ein geringer Anteil aus dem Öl-Wasser-Gemisch als feiner Nebel in Umgebungsluft abgegeben wird.

Das Öl setzt sich auf allen Oberflächen der Halle ab, egal ob diese nun aus Beton, Stahl oder Kunststoff bestehen. Und dieser Nebel hatte letztendlich auch den Notebooks, die Große zunächst in der Fertigung aufgestellt hatte, den Garaus gemacht. Darum legte der Unternehmer besonderen Wert darauf, ein komplett geschlossenes Gerät ohne Lüftungsschlitze einzusetzen.

Geschlossene Bauweise

"Das entscheidende Argument für die noax-Rechner war ihre komplett geschlossene Bauweise und vor allem, dass sie keine Lüftungsschlitze haben. Die Lüftungsschlitze sind das kritische Element bei herkömmlichen Computern und auch bei einigen Industrierechnern. Ich habe schon welche gesehen, die ein bisschen Schaumstoff als Luftfilter vor dem Lüftungsschlitz hatten. So etwas geht natürlich nicht. Da dringen Feuchtigkeit und andere Verunreinigungen ungehindert ein. Für den Computer bedeutet es das sichere Ende. Bei noax-Rechnern ist das anders. Die laufen seit dem ersten Tag im Echtbetrieb, und das ohne jede Störung. Mit der Hardware sind wir wirklich sehr zufrieden", bilanziert Gerhard Große die Entscheidung.

Was Touchscreen und WLAN-Anschluss bringen

Als weiteres Plus für die Industrierechner von noax kommt hinzu, dass sie sehr leicht zu bedienen sind. Und auch das war ein Punkt, auf den Große sehr viel Wert legt: "Im Grunde benötigt man nur zwei Knöpfe: den Ein-/Ausschalter und die Helligkeitssteuerung. Den Rest kann man mit dem Touchscreen machen. Und der ersetzt eine Maus völlig." Der Touchscreen muss dem rauen Umgang der Mitarbeiter in der Fertigungshalle gewachsen sein. "Die Leute hier in der Produktion", sagt Große, "behandeln die Rechner nicht gerade zimperlich. Doch bisher hat alles ohne Probleme funktioniert."

Mobile Geräte snd flexibler

Die Daten überträgt der Rechner an das Firmennetz via Wireless-LAN. Große hatte sich für die WLAN-Kommunikation entschieden, weil er möglichst wenig Kabel in der Fertigung verlegen wollte, aber vor allem weil sich WLAN-Verbindungen flexibler erwiesen haben. Mobile Geräte können Daten aus dem Unternehmensnetz abrufen, aber vor allem lassen sich die Rechner in kürzester Zeit ab- und an einer anderen Stelle wieder aufbauen, ohne dass sich jemand um die Anschlüsse für die Unternehmenskommunikation kümmern muss.

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