Automatica 2014 Industrielle Bildverarbeitung als Trendgeber und Wegbereiter der Automation

Redakteur: Sariana Kunze

Die industrielle Bildverarbeitung zählt zu den Schlüsseltechnologien der Automatisierungsbranche, denn sie öffnet der Automation weitere Anwendungsfelder. Auch auf der diesjährigen Automatica vom 3. bis 6. Juni in München wird die Bildverarbeitung laut der Messegesellschaft ein "Neuheiten-Feuerwerk" zünden. Ein Trendthema wird sicherlich das Duell 2D- versus 3D-Bildverarbeitung sein.

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In der Laborautomation übernehmen Visionsensoren Identifizierungs- und Qualitätssicherungsaufgaben.
In der Laborautomation übernehmen Visionsensoren Identifizierungs- und Qualitätssicherungsaufgaben.
(Ralf Högel)

In der Praxis wäre ein großer Teil an Automatisierungsaufgaben ohne Bildverarbeitung nicht realisierbar. Ob in der klassischen Qualitätssicherung, der automatisierten Teilezuführung oder als „Sehhilfen“ für Roboter – Visionsysteme bewähren sich in verschiedensten Anwendungen.

„Wir rechnen mit einer Umsatzsteigerung in der deutschen Bildverarbeitungsbranche von rund fünf Prozent auf insgesamt etwa 1,6 Mrd. Euro. Das Wachstum ist getrieben von einer steigenden Nachfrage aus Nordamerika und Asien sowie dem Bestreben der produzierenden Unternehmen nach höherer Qualität und Effizienz, das der Bildverarbeitung immer neue Anwendungsbereiche erschließt“, sagte Patrick Schwarzkopf, Leiter VDMA Industrielle Bildverarbeitung.

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Wer hat die Nase vorn - 2D oder 3D?

Zu den mit Spannung erwarteten Trendthemen zählen im Bereich der Kameras sicherlich die Duelle 2D- versus 3D-Bildverarbeitung, CMOS contra CCD-Sensor, sowie Smartkamera gegen PC-gestütztes System. Während die Einen 3D-Sensoren und 3D-Applikationen sowohl im Bereich der Qualitätssicherung als auch in der Teilezuführung groß im Kommen sehen, sind solche Überlegungen für manch Andere noch Zukunftsmusik.

Zu den Verfechtern der 3D-Technologie gehört Ira Effenberger, die als Gruppenleiterin am Fraunhofer-Institut IPA mit ihrem Team an Lösungen für anspruchsvolle Applikationen arbeitet: „Hier geht der Trend sowohl in der automatisierten Teilezuführung als auch in der Qualitätssicherung immer stärker von prozessintegrierten 2D-Lösungen hin zu 3D-Bildverarbeitungssystemen. Wir haben für beide Aufgabenstellungen interessante 3D-Lösungen auf Basis der Lichtschnittsensorik entwickelt. Die Ergebnisse werden wir auch auf der Automatica vorstellen.“

Dank der 3D-Visionsysteme lassen sich völlig neue Anwendungen erschließen, was der Bildverarbeitung weiteres Wachstum bescheren soll. Kameras und Sensoren werden nicht nur immer leistungsfähiger und kompakter, was deren Integration vereinfacht, sondern auch immer preiswerter. Ein Aspekt, der den Integratoren bei der Realisierung wirtschaftlicher Lösungen in die Karten spielt und der Technologie ein weiteres Potenzial erschließt.

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