Machine Vision
Booster für die Batterieproduktion

Von Klaus Schrenker, Business Development Manager, MVTec Software GmbH 6 min Lesedauer

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Die wachsende Bedeutung der Elektromobilität erfordert leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterien, die schnell und effizient gefertigt werden müssen. Um den entsprechenden Workflow zu optimieren und hohe Qualitätsstandards einzuhalten, leistet die industrielle Bildverarbeitung einen wichtigen Beitrag.

Machine Vision kontrolliert die Oberfläche, Maßhaltigkeit und Ausrichtung der beschichteten Elektrodenbahnen und sorgt so für eine optimale Qualität.(Bild:  MVTec Software GmbH)
Machine Vision kontrolliert die Oberfläche, Maßhaltigkeit und Ausrichtung der beschichteten Elektrodenbahnen und sorgt so für eine optimale Qualität.
(Bild: MVTec Software GmbH)

Die industrielle Bildverarbeitung (Machine Vision) ist eine wahre Allround-Technologie, wenn es um die durchgängige Automatisierung industrieller Wertschöpfungsketten im Sinne von Industrie 4.0 geht. Als „Auge der Produktion“ ist Machine Vision in der Lage, alle Prozesse rund um Fertigung, Qualitätssicherung und Logistik lückenlos zu überwachen und zu optimieren. Hierbei nehmen an verschiedenen Positionen installierte Bildeinzugsgeräte wie Kameras oder Sensoren große Mengen an digitalen Bilddaten auf. Eine integrierte Machine-Vision-Software verarbeitet diese Informationen engmaschig und kann unterschiedlichste Objekte aufgrund von optischen Merkmalen wie Form, Farbe oder Textur in Echtzeit identifizieren. Die Technologie eignet sich zudem optimal zur Fehlererkennung und spielt damit eine wichtige Rolle in der Qualitätssicherung. Dabei zeichnet sich die Bildverarbeitung durch hohe Geschwindigkeit, Präzision und besonders robuste Erkennungsraten aus.

Elektromobilität erfordert leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterien

Aufgrund der vielfältigen Vorteile ist Machine Vision geradezu prädestiniert, auch die komplexen Prozesse der Batteriezellproduktion signifikant zu unterstützen. Denn aufgrund der steigenden Bedeutung der Elektromobilität im Pkw-Segment verlangt der Markt zunehmend nach leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterien, die schnell, effizient, mit angemessenen Qualitätsstandards und hohem Automatisierungsgrad produziert werden müssen. Nach Untersuchungen des weltweit tätigen Beratungsunternehmens McKinsey lassen sich rund 30 Prozent der gesamten Wertschöpfung im Batterieumfeld der Zellproduktion zuordnen. Diese gliedert sich in drei wesentliche Prozessschritte – die Elektrodenfertigung, Zellmontage sowie Formation und Aging. In all diesen Prozessschritten leistet die industrielle Bildverarbeitung einen wertvollen Beitrag, um die Effizienz der Abläufe zu maximieren und die Qualität der gefertigten Batterien auf einem konstant hohen Niveau zu halten.