Anbieter zum Thema
Keinen eigenen EtherCAT-Master mehr schreiben
Mit dem Umstieg auf EtherCat setzte IMS auch auf TwinCat, weil direkt der EtherCat-Master von Beckhoff genutzt werden konnte. TwinCat I/O bildet somit die Schicht zwischen EtherCat und der IMS-eigenen Software. So entfiel einerseits der Aufwand, jetzt einen eigenen EtherCat-Master schreiben zu müssen, und andererseits profitiert man mit der Nutzung von TwinCat I/O automatisch von allen EtherCat-Weiterentwicklungen. Zur erfolgreichen Umsetzung bei IMS hat zudem TcTimer, die I/O-Erweiterung von TwinCat- beigetragen, dank der sich die bereits vorhandene Software in das Betriebssystem Windows CE integrieren ließ. Dazu Peter Bierwolf: „Auf der Basis von TwinCat ist es uns gelungen, bestehende Konzepte und modernste Anforderungen an Standardisierung und Sicherheit zu kombinieren. Die offene Architektur hat uns geholfen, Programme, in die wir bereits Mannjahre an Arbeit investiert haben, in die moderne TwinCat-Umgebung zu überführen.“
Schnelle Kommunikation und flexibler Systemaufbau
Bei seinen Messsystemen setzt IMS zum einen auf Serientauglichkeit und berücksichtigt zum anderen die spezifischen Kundenanforderungen. Um diesen Spagat zu schaffen, müssen alle Softwaretools die entsprechende Unterstützung und Integrationsfähigkeit bieten. So exportiert das Elektro-CAE-System die Vorgaben für die gesamte Buskonfiguration, die anschließend über das Automation Interface des TwinCat System Managers und ein IMS-eigenes Zusatzprogramm automatisch erzeugt wird. Von den Vorteilen ist Peter Bierwolf überzeugt: „Das bedeutet für uns eine gewaltige Arbeitserleichterung. Ein einfacher Knopfdruck reicht aus, ohne dass zwischen den Entwicklungstools weitere Werkzeuge z. B. für Variablenübernahme oder -umbenennung notwendig wären. Gerade bei der Entwicklung unseres Zusatzprogramms zum Automation Interface hat sich erneut die gute Zusammenarbeit mit Beckhoff gezeigt. Ausgangspunkt für die Wahl von EtherCat als Kommunikationssystem: eine leistungsfähige Datenübertragung.
Das ausgereifteste System
Und auch hierfür war die Wahl von EtherCAT laut Peter Bierwolf schnell klar: „Zum damaligen Zeitpunkt hatte Beckhoff klar das ausgereifteste System und als einziger auch tatsächlich verfügbare Komponenten.“ Die zahlreichen Komponenten – alleine mehr als 300 EtherCat-Klemmen – sind für ihn nach wie vor ein großer Vorteil. Walz- und Hüttenwerke sind von prozesstechnischen Abläufen geprägt, die als eher langsam gelten. Dass hier dennoch die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung ein große Rolle spielt, erklärt Peter Bierwolf folgendermaßen: „Schnelligkeit bedeutet für uns eine Zykluszeit von bis zu 1 ms. Und das bei beliebig ausgedehnten Bussystemen. Das war nur mit EtherCat machbar. Wichtig ist dies für die Weitergabe von Regelparametern, wie der Sollwertabweichung, und das bei den Band-Auslaufgeschwindigkeiten von teilweise über 1000 m/min.“
SPS IPC Drives 2013, Halle 7, Stand 406
* * Dipl.-Ing. Stefan Ziegler, Beckhoff Automation
(ID:42277175)