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Energiemanagement Informationen, Geräte und Anwendungen in einem Boot

| Redakteur: Carina Schipper

Die Fraunhofer Institute IWES, IIS und ISE stellen mit Omega 2.0 ein quelloffenes und herstellerübergreifendes Energiemanagement-Framework vor. Die Entwicklung richtet sich an öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Privathaushalte.

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Das Gateway eignet sich zur Energieflusssteuerung und zum Gebäudemanagement, so die Experten.
Das Gateway eignet sich zur Energieflusssteuerung und zum Gebäudemanagement, so die Experten.
(Bild: © alphaspirit - Fotolia)

Hinter Omega 2.0 verbirgt sich eine Softwareplattform zur Anbindung unterschiedlicher Geräte und Dienste verschiedener Kommunikationsprotokolle, erklärt Projektleiter Timo Fischer vom Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES. Als Programmiersprache benutzt das Framework Java. So löst sich Omega 2.0 von der Hardware und arbeitet mit unterschiedlichen PCs, Servern oder eingebetteten Systemen. Der Nutzer richtet individuelle Applikationen ein und behält so Energieverbräuche oder variable Strompreise auf dem Smartphone oder Tablet im Blick. Die Software zeigt zusätzlich Informationen wie beispielsweise Wetterprognosen, Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit oder Präsenzmeldungen an, versichern die Entwickler. Der Gateway eignet sich zur Energieflusssteuerung und zum Gebäudemanagement.

Vereinbarkeit mithilfe eines Datenmodells

„Die Programmierschnittstelle (API) ist intuitiv zu bedienen und für Entwickler eine optimale Arbeitsumgebung, um individuelle Anwendungen und eigene Treiber in das System einzubinden“, so Fischer. Die Zusammenarbeit der einzelnen Bestandteile entscheiden über die Intelligenz und den Automatisierungsgrad des Energiemanagements. „Unser Datenmodell sorgt dafür, dass das Zusammenspiel zwischen Informationen, Geräten und Anwendungen zuverlässig funktioniert.“, verspricht der Fraunhofer IWES-Experte. Auch die Sicherheit spielt eine Rolle. Die Plattform verfügt laut Peter Heusinger aus dem Bereich Vernetzte Systeme und Anwendungen am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS über Rechteverwaltung und -prüfung: „Egal ob Zugriffsrechte der Apps oder Nutzungsrechte der angemeldeten Personen: Mit OGEMA 2.0 ist dies einfach umzusetzen.“ Die Einsatzgebiete von Omega 2.0 erstrecken sich von öffentlichen Gebäuden wie Schulen oder Krankenhäusern über Industrieunternehmen bis hin zu Privathaushalten. Photovoltaik-Anlagen oder Kraftwärmekopplungs-Anlagen lassen sich laut Hersteller im Netzwerk einbinden, wie zum Beispiel Beleuchtung oder Haushaltsgeräte. Der Aufbau der Plattform funktioniert modular und sie vereint verschiedene Kommunikationsschnittstellen, etwa zu Smart Grid und zu Smart Meter. Vorläufige Versionen von Omega 2.0 kamen bereits in Pilotanwendungen erfolgreich zum Einsatz. Bis zum Ende des Projekts im November 2015 planen die Fraunhofer-Spezialisten weitere Praxistests. Interessierte erhalten den Quellcode des Frameworks und ein vorkonfiguriertes Demo-Kit über den Hosting-Dienst Github und auf der Omega Homepage.

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