Pyrometer

Infrarot-Temperatursensor mit IO-Link-Schnittstelle überwacht bis 1.250 °C

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Temperaturerfassung im Zeichen von Industrie 4.0

Über die IO-Link-Schnittstelle lässt sich zudem jederzeit auch der Device-Status abfragen. Ereignisse wie Übertemperatur, Unterspannung etc. liefern dann zusätzliche Informationen über aktuelle Umgebungsbedingungen. Die Temperaturerfassung soll laut Hersteller damit einen Beitrag zu Industrie 4.0 und Big Data liefern, denn die vom Sensor über IO-Link bereitgestellten Informationen lassen sich ebenso protokollieren und dokumentieren wie die Temperaturwerte der heißen Objekte.

Die Fernbedienung und Device-Abfrage über IO-Link kann im Betrieb hilfreich sein. Bei der initialen Ausrichtung im Einrichtbetrieb sind aber auch intuitive Bedienmöglichkeiten direkt am Sensor gefragt. Zusätzlich zu drei Bedientasten verfügt der Temperatursensor über ein großes Klartextdisplay. Das logisch aufgebaute Bedienmenü, die grafische Darstellung, Piktogramme und Klartextanweisungen vereinfachen die Vor-Ort-Einstellungen. Das Display richtet sich zudem wie bei einem Smartphone automatisch aus und lässt sich dadurch in jeder Position gut ablesen und bedienen, gleichgültig wie der Sensor montiert ist. Im Einrichtbetrieb können so alle notwendigen Werte schnell eingegeben werden, z.B. der Emissionskoeffizient. Er ist ein Maß für die Fähigkeit der Objekte, infrarote Strahlung abzustrahlen. Der entsprechende Wert kann auch per Tastendruck im Teach-In-Verfahren eingelernt werden, wenn die Objekttemperatur bekannt ist. Das ist meist einfacher, als den Emissionskoeffizienten genau zu bestimmen und die Einrichtzeit verkürzt sich somit.

Wenn Funken keinen Schaden verursachen

Eine Vielzahl an industrietauglichem Zubehör schützt den Sensor auch bei extremen Einsatzbedingungen. Ein Display-Schutz sorgt beispielsweise dafür, dass Funken oder glühende Teilchen keine Schäden verursachen. Die Linse lässt sich mit Schutzmutter und Lufttubus vor Schmutz und Beschädigung schützen. Der Lufttubus verhindert außerdem, dass Rauch oder Dämpfe die Erfassung beeinträchtigen. Mit dem M30-Haltewinkel oder dem runden Sensorhalter ist die Befestigung der Sensoren an der Anlage einfach. Ebenfalls für die rauen Umgebungsbedingungen ausgelegt sind die I/O-Link-Master aus Zink-Druckguss und die passenden Kabel. Hier schützt ein Edelstahlgeflecht die Adern vor mechanischen Beschädigungen und Wärme. Die Standzeiten der Sensoren lassen sich mit einem abgestimmten Zubehör auch bei extrem widrigen Bedingungen verlängern. Dadurch kommt es seltener zu Anlagenstillständen und Produktionsausfall.

* *Stefan Hornung, Produktmanager optoelek­tronische Sensoren, Balluff

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