Unternehmensfinanzierung (Teil 2)

Innenfinanzierung als Selbsthilfe in der Cash-Klemme

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Außerdem bietet sich an, Rückstellungen zu bilden. Sie sind dem Fremdkapital zugeordnet, wobei die daran geknüpften Forderungen erst zu einem späteren Zeitpunkt fällig sind. Da Rückstellungen Aufwendungen sind, ergeben sich steuerliche Vorteile. Der Innenfinanzierungseffekt entsteht, weil durch die Rückstellung weniger Steuern zu zahlen sind und somit Mittel frei werden.

Die wohl einfachste Methode heißt Gewinn-Thesaurierung. Dabei verbleibt der erwirtschaftete Gewinn erst einmal im Unternehmen und wird nicht anderweitig investiert und auch nicht ausgeschüttet. Aber auch der Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Anlagevermögen setzt schnell Kapital frei. Wer wiederum stille Reserven in seiner Bilanz hat, kann diese auflösen und dadurch den Unternehmenswert steigern. Dabei wird der wahre Marktwert von unterbewerteten Aktiva oder überbewerteten Passiva realisiert.

Vor jeder Entscheidung steht eine sorgfältige Prüfung

Bei der Finanzierung durch Abschreibungen verrechnen Unternehmen die Abschreibungsbeträge für die produktionsbedingten Wertminderungen an ihren Produktionsanlagen so, dass sie in gleicher Höhe über die Umsatzerlöse wieder ins Unternehmen zurückfließen (verdiente Abschreibungen). Dadurch tritt ein Kapitalfreisetzungseffekt mit Finanzierungswirkung ein. Der Freisetzungseffekt führt unter der Bedingung, dass keine zweckgebundene Reinvestition der zurückfließenden Mittel vorgenommen werden muss, zu einer Kapazitätserweiterung (Lohmann-Ruchti-Effekt).

(ID:288024)