Kawasaki Robot Innovativer Robotereinsatz beim Verpacken

Redakteur: Reinhard Kluger

Holmatec Maschinenbau - schon der Name lässt ein innovatives und dennoch bodenständiges Unternehmen vermuten und diese Vermutung ist absolut richtig. Holmatec ist immer für innovative Überraschungen gut, wenn sie sinnvoll und nutzbringend einsetzbar sind. So setzt man auf Roboter von Kawasaki.

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Die Gesamtanlage im Überblick.
Die Gesamtanlage im Überblick.
(Kawasaki Robot)

Im Themenbereich Fördern-Handhaben-Automatisieren stellt das Unternehmen seit über 20 Jahren Sondermaschinen und –anlagen für verschiedene Industriezweige her. In der Verpackungstechnik zeichnet sich Holmatec Maschinenbau durch eine langjährige Erfahrung aus. Dabei ist Holmatec jedes Packmittel bekannt. Ob Säcke, Dosen, Trays oder andere Packmittel, Holmatec löst alle Verpackungsaufgaben sicher und produktionsgerecht mit der Unterstützung der Roboter von Kawasaki Robotics.

Dämmstoffwickel verpacken

Im folgenden Beispiel stellte die Armacell als weltweiter Marktführer für technische Schäume mit Hauptsitz in Münster/Westfalen, die zu lösende Aufgabe. Dämmstoffwickel müssen direkt aus der Produktion kommend in Kartons verpackt und auf Paletten gestapelt werden. Ein Hallenplatz war innerhalb der Produktion, als erweiterte Automatisierung der Anlage schon fest eingeplant. Die Automation musste daher neben den technischen Anforderungen auch der knapp bemessenen Fläche am Ende der Produktionslinie angepasst werden.

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Für Holmatec inhaltlich eine Standardaufgabe, da die Experten für Anlagenbau alle Planungen in 3D vornehmen und so von Beginn an und bei allen Planungsschritten, während der fünfmonatigen Projektlaufzeit, die Maße der vorhandenen Halle im Blick hatten.

Schneidet den Karton

Das Packmaß der Wickel ist beachtlich und so bilden auf den in dieser Anlage verwendeten Großpaletten mit einem Maß von 1.200 mm Länge und 2.100 mm Breite auch nur sechs Kartons je eine Lage. Fünf Lagen werden pro Palette aufeinandergestapelt, um ein vollständiges Packbild zu generieren. Angepasst an die Produktgröße und natürlich die benötigte Reichweite kommt ein Kawasaki Palettierer ZD130S mit einer Reichweite von 3255 mm zum Einsatz. Zum Handhaben der Kartonzuschnitte wird dieser Robotertyp ebenfalls verwendet, allerdings in der 250 kg Variante bei gleicher Reichweite. Lediglich zum Einlegen der Wickel in die Anlage konnte ein kleinerer Roboter vom Typ Kawasaki RD080N in die Planung aufgenommen werden.

„Das enorme Packmaß des Produkts machen große Reichweiten der Roboter und auch eine entsprechend große Dimensionierung der eingesetzten Greifer notwendig. Dadurch erhöht sich automatisch das Greifergewicht und somit wiederum die notwendige Traglast der Roboter. Gleichzeitig integrierten wir verschiedenste Funktionen in die Aufgaben der einzelnen Roboter, so dass sich unsere Planung von Beginn an hauptsächlich auf die 130 kg und 250 kg Varianten der ZD Palettierroboter von Kawasaki bezog.“, sagte Jürgen Keller, Vertriebsleiter bei Holmatec.

So flexibel wie notwendig

Die Wickel werden im Prozess auf zwei Einlaufbändern der Anlage zur Verfügung gestellt. Die zur Verpackung notwendigen Kartons werden gleichzeitig auf Paletten als Zuschnitte bereitgehalten. Der Einsatz von zwei Wrap Around Kartonaufrichtern, je einem pro Einlaufband, wäre bei konventioneller Bauweise notwendig gewesen. Dies passte aus zweierlei Gründen nicht in das Konzept. Erstens wäre weitaus mehr Hallenfläche erforderlich gewesen und zweitens wäre diese Investition deutlich teurer geworden. Die Lösung von Holmatec liegt in der idealen Nutzung der Kawasaki Roboter: So flexibel wie notwendig!

Mehr Gewicht

Die zwei Kartonaufrichter wurden ersetzt durch die Integration eines der beiden ZD Roboter in das Anlagenkonzept, der die Handhabung und Aufrichtung der Kartonzuschnitte übernimmt. Für die Konstruktion keine leichte Aufgabe, da hier eine Vielzahl Funktionen im Greifer integriert werden mussten, was sich massiv auf das Greifergewicht auswirkte. Die Gewichtssteigerung konnte allerdings soweit im Rahmen gehalten werden, dass die vorab getroffene Roboterauswahl in der Planung zwar von einem ZD130S zu einem ZD250S angepasst werden musste, dabei allerdings Arbeitsbereich und Baugröße gleich blieben und das Layout unverändert bleiben konnte. Eine Option die von Holmatec von Beginn an im Gespräch war und von Kawasaki flexibel begleitet wurde.

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