Kawasaki Robot

Innovativer Robotereinsatz beim Verpacken

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Kurzfristig sind noch Anpassungen möglich

„Hier kommt uns unser Roboterlager zu Gute. Im Ernstfall können wir sehr kurzfristig, bis zum Auslieferungstermin, die Spezifikation anpassen oder im Ernstfall sogar noch auf ein anderes Produkt wechseln. Wir arbeiten hier so flexibel wie möglich und immer im Sinne unserer Kunden.“, sagte Herr Neehoff, Vertrieb Nord bei Kawasaki Robotics.

Der so spezifizierte Roboter übernimmt die Bereitstellung der Kartonzuschnitte und dabei die Arbeit von zwei Kartonaufrichtern. Seine Aufgabe besteht in der Ausrichtung und Zuführung der Zuschnitte einerseits und andererseits im Auffalten der Kartons und dem Einknicken der Klebelaschen. Diese Funktion ist in den Zuführungsschwenk von fast 180° in Achse 1 integriert, der zum Einlegen der Zuschnitte in das Verpackungskarussell notwendig ist. Gleichzeitig blieben noch genug Gewichtsreserven erhalten, so dass das Handhaben der Leerpaletten ebenfalls als Funktion in den Greifer integriert werden konnte. Der Roboter ist damit maximal genutzt und spart den Einsatz von weiteren Peripherien sowie Taktzeit, die mit 9,6 Sekunden je Takt erreichbar, aber recht knapp bemessen ist. Eine überaus effiziente, platzsparende und kostengünstige Lösung bei gleichzeitig maximaler Haltbarkeit und Verfügbarkeit in Hinblick auf die Gesamtanlage.

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Langjährige Erfahrung

Zentrales Element der Automation ist das achtarmige Karussell zum Verpacken der Wickel. Die Idee zu diesem Karussell, war, wie vorab der Robotereinsatz, ein Resultat der Platzverhältnisse und der gegebenen Taktzeit und wurde komplett von Holmatec entwickelt und konstruiert.

„Dies ist nur möglich, da wir auf eine langjährige Erfahrung zugreifen können und nur mit eigenen hochqualifizierten Mitarbeitern arbeiten. Dabei verfügen wir über eine ungewöhnlich hohe Fertigungstiefe. Von der Planung über Konstruktion in 3D, Elektrokonstruktion, mechanische Fertigung und Schaltschrankbau, Vorinbetriebnahme im hauseigenen Hallentrakt sowie Aufbau und Inbetriebnahme beim Kunden. Eben alles aus einer Hand!“, sagte berichtet Herr Keller stolz über die Leistungen der Holmatec.

Funktionen im Robotergreifer integriert

Zu jeder Zeit befinden sich acht Produkte in dem Karussell und werden dort verpackt. Durch diese Teilung ergibt sich die ideale Geschwindigkeit, um in passender Taktzeit die Wickel staufrei aus der Produktionsanlage zu entnehmen. Von einem dritten Kawasaki Palettierer, dem RD080N, werden die Wickel aus beiden Anlagen in die offenen Kartonzuschnitte eingelegt. Die nicht umreiften Wickel werden geschlossen gehalten und die Einlegeposition genau zentriert. Funktionen, die von den Konstrukteuren der Holmatec wieder in den Robotergreifer integriert wurden.

Im Karussell selbst werden die Seitenlaschen und die obere Lasche via Hotmelt Verfahren verklebt und zugefaltet. Jedes Produkt wird mit einem Barcodeaufkleber versehen. Die darauf enthaltenen Lager- und Produktdaten werden nachfolgend gescannt und verwaltet. Eine Datenaufnahme zur Qualitätssicherung und Nachverfolgbarkeit der Produkte ist somit in die Anlage integriert.

Roboter als Profibus Slave eingebunden

Die Entnahme der fertigen Kartons, wird von einem Kawasaki ZD130S übernommen, der die Produkte auf die bereitgestellte Industriepalette palettiert und bei Palettenwechsel für das Vereinzeln der Leerpalette vom Stapel auf die Arbeitsposition sorgt. In die Gesamtanlage ist eine Palettenfördertechnik inkl. Shuttlebetrieb zum Ein- und Ausschleusen der Paletten mit entsprechender übergeordneter Steuerung integriert. Die Roboter selbst sind hier als Profibus Slave eingebunden, werden zentral verwaltet und gesteuert.

Die Holmatec Maschinenbau hat mit dieser Anlage eine Referenz für Robotik geschaffen, die sich sehen lassen kann. Alle eingesetzten Roboter sind maximal ausgelastet und verfügen über eine ausgezeichnete Flexibilität um unterschiedlichste Aufgaben innerhalb der Applikation zu übernehmen. Die Kosteneinsparung durch den hochflexiblen Einsatz der Kawasaki Roboter und gleichzeitige Taktzeit- sowie platzoptimierte Bauweise durch kreative aber prozesssichere Lösungen tragen stark zur Effizienz dieser Anlage bei. In Summe, ein beachtlicher Erfolg für alle beteiligten Unternehmen.

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