Bildverarbeitung Inspektion spiegelnder Oberflächen

Redakteur: Gudrun Zehrer

Auf spiegelnden Oberflächen sind herkömmlichen Bildverarbeitungssystemen Grenzen gesetzt. Speziell für diese Oberflächen hat Micro-Epsilon das reflectControl Compact entwickelt. Damit können die Messergebnisse dokumentiert und objektiv verglichen werden. Zusätzlich lassen sich für Prozessverbesserungen wichtige Rückschlüsse ziehen.

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(Micro-Epsilon)

In vielen Bereichen werden immer höhere Anforderungen an die Qualität und das Erscheinungsbild der Oberfläche gestellt. So müssen z.B. Touchscreens von Smartphones oder Armaturen in Autos frei von Beschädigungen sein. Oftmals erfolgt die Inspektion dieser Teile per Sichtprüfung, wobei die Ergebnisse meist nicht eindeutig sind. Zusätzlich können Tagesform oder Ermüdung des Prüfpersonals zu schwankenden Prüfergebnissen führen. Sie stellen sowohl die manuelle als auch die automatisierte Oberflächeninspektion vor große Herausforderungen.

Vermessen im Submikrometer-Bereich

Das vollintegrierte System ist in zwei Ausführungen mit verschiedenen Messfeldern erhältlich. Mit der 2D-Version werden Defekte auf spiegelnden Oberflächen erkannt. Die 3D-Version erlaubt zusätzlich die Vermessung spiegelnder Oberflächen mit Submikrometer-Genauigkeit. Das Gerät kann sowohl im Einzelbetrieb (z.B. Labor) verwendet als auch in eine Anlage integriert werden.

Alle Komponenten sind in einem kompakten Gerät mit höhenverstellbaren Füßen integriert. Im Gehäuse befinden sich ein Bildschirm zur Streifenprojektion sowie bis zu zwei Kameras. Um Fremdlichteinflüsse zu vermeiden, kann das Messfeld auf allen vier Seiten abgedunkelt werden. Die Bedienung erfolgt über einen touchfähigen Bildschirm bzw. über Maus und Tastatur, die über USB angeschlossen werden.

3D-Version liefert Punktewolke

Über die Ethernet-Schnittstelle ist die Einbindung in Anlagen möglich. Für die Triggerung steht ein Digital-I/O-Interface zur Verfügung. Über VGA kann ein externer Bedienmonitor angeschlossen werden. Die vorinstallierte Bedien- und Auswertesoftware zeigt in der 2D-Version Oberflächendefekte an. Die 3D-Version liefert eine Punktewolke. Die gewonnenen Daten können in Bildverarbeitungsprogrammen weiterverarbeitet werden.

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