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PLM Integrierte Softwarelösungen liefern genaue Fertigungsprognosen

Redakteur: Dietmar Kuhn

Eine Faustregel besagt, dass die Konstruktion 80% Einfluss auf die Bauteilkosten hat. Darin eingeschlossen ist auch die fertigungstechnische Machbarkeit der Produkte. Der Softwareentwickler UGS hat seine Teamcenter-Funktionen erweitert, womit jetzt Produktionsprobleme im Produktlebenszyklus früher erkannt und gelöst werden können.

Bild 1: Mit neuen Werkzeugen die jetzt in Tecnomatix 8 integriert wurden, lassen sich Probleme in der Fertigung, die durch das Produkt- oder Prozess-Design verursacht werden, vorab besser einschätzen und rechtzeitig korrigieren.
Bild 1: Mit neuen Werkzeugen die jetzt in Tecnomatix 8 integriert wurden, lassen sich Probleme in der Fertigung, die durch das Produkt- oder Prozess-Design verursacht werden, vorab besser einschätzen und rechtzeitig korrigieren.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ergänzende Teamcenter-Funktionen (Teamcenter ist eine PLM-Lösung von UGS) und fortschrittliche Planungs- und Simulations-Tools helfen Unternehmen, Produktionsprobleme früher im Produktlebenszyklus zu erkennen und zu lösen. Diese Tools sind in der neuen Tecnomatix Version 8 integriert, welche die digitale Fertigungsplanung unterstützt. Damit können Anwender ihre Fertigungsprognosen präzisieren und die Qualität ihrer Produkte verbessern.

Mögliche Probleme bei der Fertigung, die durch das Produkt- oder Prozess-Design hervorgerufen werden, können nun vorab besser eingeschätzt werden (Bild 1). Die technischen Erweiterungen in Tecnomatix 8 lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen: Die Verstärkung der PLM-Integration und die Einführung fortschrittlicher Prozessplanungs- und Simulationstechnologien. Im Ergebnis können die Planer genauere Prognosen von der Produktentwicklung bis hin zur Produktionsstätte treffen und dadurch Produktkonstruktionen von vornherein so gestalten, dass sie sich in der Fertigung problemloser umsetzen lassen. Außerdem unterstützt die Lösung präzise, zuverlässige und optimierte Produktionsprozesse zu entwickeln.

Neue Version der PLM-Software stärker integriert

Die neue Version Tecnomatix 8 ist tiefer mit Teamcenter und der ganzen UGS-PLM-Lösungsfamilie integriert. Mit der Zahl an erweiterten Softwaremerkmalen will UGS seine Position in der Digital-Manufacturing-Technologie, die eine Kernkomponente einer ganzheitlichen PLM-Strategie ist, stärken. Die neuen Funktionen und die PLM-Integration tragen auch zu wesentlich verkürzten Produkteinführungszeiten bei. Die Integration schafft eine skalierbare Basis für die Fertigung und alle anderen Produktlebenszyklus-Prozesse.

Diese Integrationstiefe bietet des Weiteren einen größeren Einblick in die Produkt- und Prozessdesign-Abläufe, indem sie die PLM-Basis eines Unternehmens bis hin zur Produktionsstätte erweitert und die Zusammenarbeit zwischen allen Ebenen der Konstruktions und Fertigungsorganisationen fördert. Unternehmen können so eine prozessgesteuerte Produktentwicklung etablieren. Dadurch werden die Fertigungsmöglichkeiten bereits im Konstruktionsprozess berücksichtigt, der Produkteinführungs-Prozess beschleunigt, Konstruktionsänderungen erleichtert und die Qualität erhöht.

Planung mit PLM schon vor dem Fabrikbau

Da das Bedürfnis nach Schnelligkeit, Flexibilität und Qualität immer weiter zunimmt, suchen Hersteller nach Wegen, den Produktionsanlauf durch eine fertigungsgerechte Konstruktion und eine bessere Implementierungsplanung der Roboter- und Automationsprozesse reibungsloser und schneller zu gestalten. Meist muss diese Planung erfolgen, bevor eine Fabrik oder eine Assembly-Line aufgebaut wird. Die Anforderung an eine bessere Vorhersehbarkeit ist die treibende Kraft hinter Process Simulate Robotics, der neuesten Generation an Robotic- und Automation-Tools zur Prozessplanung und -simulation, die ebenfalls in Tecnomatix 8 gegeben ist.

Process Simulate Robotics unerstützt Unternehmen dabei, Robotic- und Simulationsumgebungen zu verknüpfen. Die Plattform erlaubt die digitale Validierung von Produktionsstättentauglichkeit mit Hilfe eines virtuellen Modells bis hin zur virtuellen Inbetriebnahme einer Fabrik (Bild 2). Process Simulate Robotics ermöglicht es, Alternativen und deren Einfluss während des gesamten Materialdurchlaufs zu überprüfen. Davon profitieren die Anwender, weil sie die Zykluszeiten in einer komplexen Produktionsumgebung besser prognostizieren können.

Process Simulate Robotics bietet eine vollständige Simulation, Synchronisierung, Programmierung und Inbetriebnahme einschließlich Roboter-Inseln, Materialfluss und ergonomischen Untersuchungen. Damit können sie reale Bedingungen sehr genau nachbilden und exaktere Zykluszeiten auch für komplexe Arbeitsgänge vorhersagen. Eine realistischere Darstellung der Konstruktion und Simulation von Baugruppen und deren Funktion bietet Herstellern eine präzisere Off-Line-Roboterprogrammierung und Analysen von Zykluszeiten und möglichen Störungen. Die gesamte Synchronisierung und die Fehlersuche, die frühzeitig Prozessdefekte nachweist, verbessern die Prognose und die Qualität der Fertigungsprozesse. Dies führt auch zu einem effizienteren Robotics- und Automations-Workflow mit Schnittstellen zu ERP-Systemen.

Weitere Informationen: Niels Göttsch, Unigraphics Solutions GmbH, 63225 Langen

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