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Bildverarbeitung Intelligente Kompaktkamera-Systeme

| Redakteur: Ines Stotz

Beim britischen Zulieferer TI Automotive sind gleich vier dieser intelligenten Kompaktkamera-Systeme SBOC-Q von Festo in einer Transferstraße für Brems- und Kraftstoffleitungen im Einsatz – Fehlerquote Null garantiert.

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Wirtschaftliche Alternative zu klassischen Hochgeschwindigkeitskameras: das intelligente Kompaktkamerasystem SBOC-M/SBOI-M im Einsatz bei Stiwa Fertigungstechnik.
Wirtschaftliche Alternative zu klassischen Hochgeschwindigkeitskameras: das intelligente Kompaktkamerasystem SBOC-M/SBOI-M im Einsatz bei Stiwa Fertigungstechnik.
( Archiv: Vogel Business Media )

Höhere Anlagenverfügbarkeit dank Bildverarbeitung: Das intelligente Kompaktkamera-System SBOC-Q/SBOI-Q von Festo sorgt für hundertprozentige Qualitätskontrolle – selbst bei enormer Typenvielfalt. Ob zur Orientierungsprüfung von Kleinteilen, zum Vermessen von Drehteilen, zur Feinpositionierung von Antrieben oder bei der Objektlokalisierung zur Steuerung von Handhabungseinrichtungen – die intelligente Kamera bietet zuverlässige Prüfergebnisse für ein breites Anwendungsspektrum.

Sowohl das Sensorsystem zur Erfassung der Bilddaten als auch die komplette Auswerteelektronik und die Schnittstellen zur Kommunikation mit der Steuerung sind bereits im Kamerasystem integriert. Mit den beiden Softwarepaketen CheckKon und CheckOpti lässt sich die Kamera einfach in Betrieb nehmen, konfigurieren und bedienen. CheckOpti dient außerdem zum Einlernen der Prüfteile: Nach dem Vorführen von Musterteilen definiert der Anwender mittels der Software verschiedene Prüfmerkmale wie Länge, Höhe, Fläche, Schwerpunktslage oder Winkel und lädt das Prüfprogramm auf das Kamerasystem. Insgesamt bis zu 256 Werkstücke lassen sich so einspeichern. Im späteren Betrieb kann die Kamera – je nach Übereinstimmung mit diesen Werten – Werkstücke als gut oder schlecht erkennen, einem bestimmten Teiletyp oder einer Orientierung zuordnen. Die kurze Belichtungszeit der Kamera von minimal 27 μs gewährleistet auch unter erschwerten Bedingungen noch optimale Resultate.

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Prüfung nach Maß

Beim britischen Zulieferer TI Automotive stellt eine der Kameras in Verbindung mit einer Checkbox sicher, dass der richtige aus 17 möglichen Schraubentypen in die Montagestation gelangt. Während die Checkbox dabei falsche oder nicht lagerichtig zugeführte Rohrschrauben anhand ihres Profils aussortiert, übernimmt das Kamerasystem den Check des Schrauben-Innendurchmessers. Auch bei der Endkontrolle leistet die Kamera Präzisionsarbeit. Stößt sie auf ein fehlerhaftes Teil, erhält dieses eine „elektronische Markierung“ und wird bei der Ausgabe der Endprodukte automatisch aussortiert.

High-Speed im Fokus

Neben dem flächenbasierten Prüfsystem hat Festo auch das Kompaktkamera-System SBOC-M/SBOI-M entwickelt. Denn bisher hatten Maschinenbauer keine Wahl: Wollten sie sehr schnelle Vorgänge in ihrer Anlage überwachen, blieb ihnen nur der Einsatz klassischer Hochgeschwindigkeits-Kameras. Mittels seiner hohen Abtastrate von 185 bis 2000 Bildern pro Sekunde lassen sich nun mit dem neuen Kamerasystem einzelne oder periodisch schnelle Bewegungsabläufe genau analysieren – und damit Fehlerursachen im Bewegungsablauf erkennen – sowie Anlagenparameter optimal einstellen.

Für den österreichischen Hersteller Stiwa Fertigungstechnik steht so eine technisch ebenbürtige, aber deutlich wirtschaftlichere Alternative für die Optimierung seiner High-Speed-Anlagen zur Verfügung. Treten während der Inbetriebnahme der Maschine Fehler auf, hilft die Kamera, die Ursache schneller zu ermitteln und Störungen von vorneherein zu vermeiden. Dank ihrer kompakten Abmessungen und der robusten Bauweise kann die Kamera auch stationär in Anlagen integriert werden und ermöglicht so eine vorausschauende Wartung.

Handliche Seh-Hilfe

Auch in punkto Anwenderfreundlichkeit ist die neue High-Speed-Kamera klassischen Hochgeschwindigkeitssystemen überlegen. Praktisch: Die komplette Elektronik zur Aufzeichnung und Speicherung der Bewegungsabläufe ist bereits ins System integriert. Der Anwender muss die Kamera nur noch an die Ethernetschnittstelle der Anlage anschließen und mittels PC und der FCT Software einrichten – fertig. Danach kann der Rechner entfernt werden, das Kamerasystem arbeitet selbstständig. Genauso unkompliziert und ebenfalls über die PC-Schnittstelle funktioniert die Auswertung der aufgezeichneten Bilddaten.

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