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Intelligente Textilien mit organischen Halbleitern

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Bis zu langlebigen intelligenten Textilien ist der Weg noch weit

„Für unsere ersten Versuche haben wir deswegen Glasfasern verwendet“, erzählt Könyves-Toth, „denn sie haben eine sehr glatte Oberfläche.“ Aber Glasfasern sind spröde und eignen sich nicht zum Weben von Textilien. Daher unternehmen die Darmstädter nun auch Versuche mit von Polymeren ummantelten Glasfasern. Ziel ist es, für Textilien verwendete Polymerfasern mit organischen Halbleiterbauteilen zu bestücken.

Angefangen hat Könyves-Toth mit einer Faser von 1 mm Dicke. Jetzt ist man ein gutes Stück weiter: „Wir haben schon eine Faser von 500 Mikrometern auf 5 Millimetern zum Leuchten gebracht“, freut sich Könyves-Toth , „und sogar wenn die Faser gebogen wurde, funktionierten die OLEDs noch.“ Wenn die Versuche auch schon einen Erfolg darstellen – der Weg hin zu intelligenten Textilien ist noch weit. Denn die elektrische Funktionstüchtigkeit ist nicht von langer Dauer. Noch gibt es nämlich keine Lösung für eine Schutzschicht, die die organischen Halbleitermoleküle vor Sauerstoff und Feuchtigkeit schützen könnten.

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Erste Ansätze hierfür existieren bereits, aber bis das Verfahren zur Marktreife gelangt, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Und auch die bislang verwendeten Fasern sind noch zu spröde und zu dick, um sie in Textilien verweben zu können. Auch halten die die leuchtenden Fasern die mechanische Beanspruchung beim Verweben der Fäden und beim Tragen der Kleidung noch nicht aus. Die Darmstädter Materialwissenschaftler prüfen nun erst einmal eine Patentanmeldung. Ihre Entwicklung stößt jedenfalls auf reges Interesse in der Textilindustrie, wie von Seggern und Könyves-Toth in Griechenland erfahren durften. Dort haben sie Anfang Juli auf dem International Symposium on Flexible Organic Electronics (ISFOE 13) ihr Verfahren vorgestellt.

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