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Cloud Privacy Check Internetplattform erleichtert den Durchblick im europäischen Datenschutzrecht

| Redakteur: Robert Horn

Anwälte aus über 30 Ländern haben mit dem Cloud Privacy Check (CPC) eine europäische Informationsplattform geschaffen, die auf einfache Art und Weise Datenschutzgesetze erklärt und 32 Ländergesetze direkt vergleichbar macht. Unter cloudprivacycheck.eu zeigt eine Infografik, wie die Datenschutzthematik der Nutzung von Cloud Services mit vier Fragestellungen adressiert und beantwortet werden kann.

(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die komplexen derzeitigen europäischen Datenschutzgesetze zu verstehen, ist für den IT-Ingenieur, -Einkäufer oder geschäftlichen Nutzer schon schwierig genug. In Kombination mit den oft kleinen, aber dennoch bedeutsamen Unterschieden zwischen den EU-Mitgliedsstaaten können jedoch ohne geeignete juristische Begleitung von Beginn an fast unüberwindbare Herausforderungen entstehen.

„In Europa stellen uns leider nicht nur die vielen verschiedenen Sprachen vor Probleme: Cloud-Dienstleister und -Nutzer gleichermaßen sehen sich mit schwerwiegenden datenschutzrechtlichen Hürden konfrontiert, die zu massiven und inakzeptablen Wettbewerbsnachteilen zum Beispiel im Vergleich zu den USA führen“, sagt Dr. Jens Eckhardt, Fachanwalt für IT-Recht und Vorstandsmitglied von Eurocloud Deutschland_eco e. V.

Rechtlicher Werkzeugkasten erleichtert Prozess

Gemeinsam mit Dr. Tobias Höllwarth (Eurocloud Austria) und Anwälten aus ganz Europa präsentiert Eckhardt mit dem Cloud Privacy Check (CPC) einen stark vereinfachten Ansatz. Unter cloudprivacycheck.eu finden Interessenten eine übersichtliche Infografik, die in 26 Sprachen die Prinzipien des Datenschutzgesetzes leicht verständlich macht. Der Rechtssuchende erkennt rasch, worauf es ankommt.

„Der CPC demonstriert, dass die gesamte Datenschutzthematik der Nutzung von Cloud Services mit vier Fragestellungen adressiert und beantwortet werden kann. Der Datenschutz verliert damit den Mythos eines Nutzungshindernisses und kann zielgerichtet umgesetzt werden“, erklärt Eckhardt, der den CPC maßgeblich mitentwickelt und die Grundlagen für den Roll-out in anderen Ländern geschaffen hat. Er führt fort „Dabei geht es nicht um das Aushebeln des Datenschutzes, sondern darum durch eine einfache Erläuterung von Anforderungen und Lösungen die Offenheit gegenüber den Datenschutzanforderungen zu fördern!“

Zweck des CPC ist es, bestimmte Entscheidungen und Prozesse für die meisten Betroffenen zu vereinfachen. Zusätzlich bietet die Data Protection Compliance Datenbank relevante rechtliche Informationen für 32 Länder, die leicht miteinander verglichen werden können.

„Das ist ein europäisches Projekt. Mit dem CPC-Portal haben wir die größte europäische Informationsplattform geschaffen, die kostenlos und auf einfachste Art und Weise Datenschutzgesetze erklärt und 32 Ländergesetze direkt vergleichbar macht. Damit können Unternehmen tausende Euro sparen“, sagt Dr. Tobias Höllwarth von Eurocloud Austria.

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