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Smart Factory IP ist das Fundament für das zukünftige Netzwerk

| Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Das „Internet der Dinge“ hält Einzug in die Fertigung. Für mehr Effizienz sorgt hierbei Industrial IP, mit dem sich Automatisierung, Steuerung und Einrichtung innerhalb einer Infrastruktur einheitlich verwalten lassen. Das Internet der Dinge beschreibt den zunehmenden Einsatz digitaler Geräte. Ihre universelle Verbindungsfähigkeit über das Internetprotokoll (IP) soll die Fertigung revolutionieren. Sind die Anlagen dafür bereit?

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Den wesentlichen Anstoß für den industriellen Wandel zum „Internet der Dinge“ liefert der rasante Anstieg digitaler Geräte, die aus anderen Disziplinen übernommen werden.
Den wesentlichen Anstoß für den industriellen Wandel zum „Internet der Dinge“ liefert der rasante Anstieg digitaler Geräte, die aus anderen Disziplinen übernommen werden.
(Bild: Rockwell Automation (shutterstock))

Viele dieser „Dinge“ werden bereits im Fertigungsbereich eingesetzt. IP-fähige Mikroprozessoren – die „Gehirne“ der Digitalgeräte – sorgen heute schon für eine nahtlose Kommunikation zwischen typischen Automatisierungsgeräten wie E/A-Modulen und Frequenzumrichtern. Den wesentlichen Anstoß für diesen industriellen Wandel liefert jedoch der rasante Anstieg digitaler Geräte, die aus anderen Disziplinen übernommen werden. Videokameras, Tablets, RFID- und Magnetkartenleser sind nur einige der IP-fähigen Geräte nach offenen Standards, die in Fertigungs- und Arbeitsabläufen für bessere Produktionsqualität bei höherer Effizienz und Sicherheit sorgen.

Mit der Entwicklung zunehmend leistungsstärkerer Technologie wird das Internet der Dinge immer mehr mit der Industrie verwachsen. Dazu zählt die Fähigkeit, Software und Hardware über Industrial Ethernet zu verbinden und damit eine immer bessere Leistung und Konnektivität zu erzielen. Dazu kommt der exponentielle Anstieg bei Leistungs-, Speicher- und Bandbreitenverfügbarkeit zu niedrigeren Kosten. Ein weiterer Punkt ist schließlich der Ausbau von mobilem Internet und Cloud Computing, der mit der Fähigkeit einhergeht große Datenmengen zu analysieren und in brauchbare Informationen zu verwandeln.

Alle Geräte müssen miteinander kommunizieren

Damit alle Vorteile dieser Intelligenz optimal genutzt werden können, müssen alle Geräte auf Produktions- und Unternehmensebene miteinander kommunizieren. Dies geschieht über eine einheitliche IP-basierte Netzwerkinfrastruktur. Nur die Internet-Protokoll-Suite – der weltweit akzeptierte Netzwerkstandard - kann die Skalierbarkeit und harmonische Koexistenz des Internet der Dinge sicherstellen und seine innovativen Dienste unterstützen. In der logischen Konsequenz müssen alle industriellen Netzwerkinfrastrukturen heute und zukünftig für jede Anwendung eine vollständige Konnektivität der Internet-Protokoll-Suite bieten.

Hürden für das Industrial IP

Trotz der zahlreichen geschäftlichen Vorteile setzen einige Unternehmen in der Automatisierung für vereinzelte Anwendungen immer noch auf individuelle Netzwerke. Der Betrieb mehrerer Netzwerke ist jedoch mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Es ist beispielsweise zusätzliche Hardware erforderlich, um sie mit dem restlichen IP-basierten System zu verbinden. Zudem werden Preis und Komplexität der Netzwerkinfrastrukturen mit der steigenden Anzahl der über IP angebundenen Geräte innerhalb der Anlagen weiter zunehmen, wodurch erheblich mehr Verbindungstechnik erforderlich ist.

Die negativen Geschichtspunkte separater Netzwerke reichen jedoch über unnötige Kosten und Komplexität hinaus. Für zwei bis drei Netzwerke sowie ihre Verwaltung und Pflege ist zwangsläufig auch mehr Platz, Personal und Schulungsaufwand erforderlich.

Vor allem fehlt einer derartig komplexen Infrastruktur die erforderliche Skalierbarkeit und Flexibilität, um den zukünftigen Anforderungen der digitalen Entwicklung gerecht zu werden – und deren Vorteile in vollem Umfang nutzen zu können.

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