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Strategie Japanischer Technologiekonzern investiert in Europa

| Redakteur: Katharina Juschkat

Yaskawa plant, seine Aktivitäten in Europa weiter auszubauen. Insbesondere seine Fertigungskapazitäten will das Unternehmen erweitern und ein Roboter-Entwicklungszentrum in Slowenien eröffnen, verkündet der japanische Hersteller auf einer Pressekonferenz.

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Das Yaskawa-Management: Hiroshi Ogasawara (Representative Director & President YASKAWA Electric Corporation – 3. von rechts), Masahiro Ogawa (Corporate Vice President YASKAWA Electric Corporation – 5. v.r.), Manfred Stern (President & CEO YASKAWA Europe, Corporate Vice President YASKAWA Electric – 2. v.r.), Bruno Schnekenburger (President & Division Director, Robotics Division YASKAWA Europe GmbH – 6. v.r.), Jukka-Pekka Mäkinen (President & CEO The Switch – a YASKAWA company – 1. v.r.) – Quelle: Yaskawa
Das Yaskawa-Management: Hiroshi Ogasawara (Representative Director & President YASKAWA Electric Corporation – 3. von rechts), Masahiro Ogawa (Corporate Vice President YASKAWA Electric Corporation – 5. v.r.), Manfred Stern (President & CEO YASKAWA Europe, Corporate Vice President YASKAWA Electric – 2. v.r.), Bruno Schnekenburger (President & Division Director, Robotics Division YASKAWA Europe GmbH – 6. v.r.), Jukka-Pekka Mäkinen (President & CEO The Switch – a YASKAWA company – 1. v.r.) – Quelle: Yaskawa
(Bild: Yaskawa)

Der japanische Technologiekonzern Yaskawa intensiviert seine Präsenz in Europa: Ziel ist es, mittelfristig in strategischen Zielmärkten unter den zwei führenden Herstellern von Industrierobotern in Europa zu sein. Das erklärten Hiroshi Ogasawara, Representative Director & President Yaskawa Electric Corporation, und Manfred Stern, President & CEO Yaskawa Europe, Corporate Vice President Yaskawa Electric, am Montag, dem 21. November 2016 bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main.

2018 erste Roboter aus europäischer Fertigung

Insbesondere will Yaskawa seine Fertigungskapazitäten erweitern und neben den bereits bestehenden Produktionsstätten in Japan und China eine neue Roboterproduktion sowie ein neues europäisches Robotik- Entwicklungszentrum in Slowenien eröffnen. Zweihundert neue Arbeitsplätze sind dort geplant. 2018 sollen die ersten Motoman-Roboter von Yaskawa aus rein europäischer Fertigung hergestellt werden. Das Werk soll etwa 80 % des europäischen Bedarfs an Robotern decken. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 25 Millionen Euro.

Yaskawa – mit mehr als 350.000 installierten Einheiten ein weltweiter Akteur im Bereich Industrieroboter – verfolgt in Europa eine ambitionierte Expansionsstrategie. Damit agiert das 1915 gegründete Unternehmen entgegen dem internationalen Trend, Technologie-Know-how und Produktionskompetenz von Europa nach Asien zu verlagern.

Yaskawa rückt näher an Europa

Bereits heute beschäftigt Yaskawa rund 350 Entwicklungs- und Applikationsingenieure in Europa. Die neuen Produktions- und Entwicklungskapazitäten ermöglichen schnellere, kundenspezifische Robotik-Lösungen für Kunden in Europa. Das soll nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit OEMs in diesen Märkten stärken. Zudem rückt Yaskawa damit noch näher an europäische Markt- und Techniktrends heran.

„Europa ist in vielen Technologien führend und wir wollen unseren Kunden konsequent zeigen, dass wir gerne hier sind, um mit ihnen effiziente Lösungen zu entwickeln“, ergänzte Stern. Die Ausweitung der europäischen Aktivitäten erfolgt zum einen durch Investitionen sowohl in das vorhandene Geschäft mit Robotern als auch in den Bereich elektrische Antriebstechnik. Zum anderen hat Yaskawa das Geschäftsmodell in den Bereichen Industriesteuerungstechnik und ‚Green Energy‘ zuletzt durch strategische Akquisitionen erweitert. Im Fokus stehen dabei Energielösungen in den Bereichen Windkraft und Elektrifizierung von Schiffsantrieben. (kj)

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