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Umfrage Kein Geld für Energie - Unternehmen wollen nicht investieren

| Redakteur: Robert Weber

Die Energiewende stößt in Deutschland auf breite Zustimmung. Privathaushalte, Energieversorger und Industrieunternehmen sehen Deutschland als Vorreiter. Allerdings: Die Mehrheit der Unternehmen ist nicht bereit, ohne Förderung in eigene Kapazitäten zur Energieerzeugung zu investieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der TU München und der Unternehmensberatung Oliver Wyman.

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Der Einsatz von erneuerbaren Energien gilt vor allem dem Unternehmensimage.
Der Einsatz von erneuerbaren Energien gilt vor allem dem Unternehmensimage.
(Bild: Hikingartist unter CC BY-ND 2.0-Lizenz, flickr.com)

Für die Studie „Gesundheitscheck Energiewende – Folgen und Herausforderungen der Energiewende für Haushalte, Industrie und Energiewirtschaft“ haben der Lehrstuhl für Unternehmensführung der TUM und Oliver Wyman von September bis November 2014 mehr als 1000 Privathaushalte und über 120 Unternehmen aus Energiewirtschaft und Industrie in Deutschland befragt.

Rund 70 Prozent der Industrieunternehmen rechnen im Rahmen der Energiewende mit höheren Energiebeschaffungskosten. Dennoch wollen 67 Prozent der Industrieunternehmen keine eigenen Kapazitäten zur Energieerzeugung aufbauen. Allerdings geben alle Befragten an, dass eine entsprechende Förderung ihre Investitionsbereitschaft erhöhen könnte.

Erneuerbare für das bessere Image

Investitionswillige Industrieunternehmen wiederum setzen vorrangig auf erneuerbare Energien, um das Firmenimage zu verbessern (77 Prozent) und Kosten zu senken (62 Prozent). Fast 90 Prozent sehen Blockheizkraftwerke, 65 Prozent Photovoltaikanlagen und 59 Prozent Erdwärme als attraktive Investitionsobjekte an.

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