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Industriekameras

KI-ready per Vision App

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Künstliche Intelligenz erschließt neue Anwendungsfelder für Kameratechnik und Bildverarbeitung. Die Produktfamilien IDS NXT rio und rome (Schutzart IP65/67) zeigen, wie eine flexibel nutzbare Embedded-Lösung für die Industrie aussieht: Eine KI Vision App verwandelt die robusten, hoch performanten Standard Industriekameras in Inferenzkameras.

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Standardkamera und künstliche Intelligenz in einem Gerät vereint: IDS NXT rio und rome definieren Industriekameras neu.
Standardkamera und künstliche Intelligenz in einem Gerät vereint: IDS NXT rio und rome definieren Industriekameras neu.
(Bild: IDS Imaging)

Hard- und Software sind so konzipiert, dass sich KI-basierte Aufgaben „on the edge“, also direkt im Gerät, lösen lassen. Dabei werden Inferenzzeiten von wenigen Millisekunden realisiert, so der Hersteller. Die Kameras sind somit in Bezug auf Genauigkeit und Geschwindigkeit mit modernen Desktop-CPUs vergleichbar. Auf der Vision 2018 waren Prototypen der KI-fähigen IDS NXT Kameras erstmals live zu sehen. Ab 2019 sind die KI-fähigen Kameramodelle erhältlich.

Bildverarbeitung direkt im Gerät

Mit der Produktlinie IDS NXT bietet IDS Imaging Development Systems eine industrietaugliche Kameraplattform, welche die Bildverarbeitung direkt im Gerät ermöglicht. Durch das Aufspielen von Vision Apps bestimmt der Anwender selbst, welche Bildverarbeitungsaufgaben sein Gerät lösen soll. Dieses Prinzip ermöglicht künftig auch die Verwendung neuronaler Netze, etwa für Objekterkennung oder Objektklassifizierung. Eine von IDS entwickelte KI Vision App rekonfiguriert die Embedded Hardware, sodass beispielsweise der FPGA als KI-Beschleuniger fungiert. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass Anwender vortrainierte KNNs (künstliche neuronale Netze) unterschiedlicher Architekturen auf die Kameras laden und ausführen können. Dabei können künftig auch mehrere Netze parallel installiert werden, die dann z.B. aufeinanderfolgende Arbeitsschritte abbilden.

Bilder und Daten direkt an PCs oder Steuerungen übermittelbar

Die Kameramodelle punkten außerdem mit freier Objektivwahl durch einen C-Mount-Objektivhalter, industrietauglichen M12-Rundsteckverbindern, einer seriellen RS232-Schnittstelle, GigE Netzwerkanschluss und PoE (Power-over-Ethernet). An Stelle eines kontinuierlichen, ungefilterten Datenstroms werden Bilder, vorverarbeitete Daten oder Ergebnisse direkt an PCs oder Maschinensteuerungen übermittelt.

Kai Hartmann, Produktmanager IDS NXT, fasst zusammen: „Die Modelle NXT rio und rome definieren Industriekameras neu. Sie sind durch das Vision App-basierte Konzept flexibel modifizierbar und ermöglichen in Verbindung mit dem robusten Gehäuse, standardisierten Anschlüssen und leistungsfähigen Hardwarekomponenten eine einfach integrierbare Embedded Lösung für KI-Aufgaben.“ Die Modelle werden ab 2019 nicht nur mit Sensoren unterschiedlicher Hersteller und Auflösungsklassen verfügbar sein, sondern auch als Boardlevel-Varianten für den Maschinen- oder Gerätebau.

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