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Automatisiertes Fahren K.I.T.T.s Comeback

| Redakteur: Carina Schipper

Anfang der 80er Jahre bretterte David Hasselhoff in der Serie Knight Rider mit seinem selbstfahrenden und intelligenten Pontiac Firebird Trans Am „K.I.T.T.“ über staubige Straßen. Was damals Fiktion bedeutete, rückt heute in greifbare Nähe. Bosch zeigt, wie die Bremsen alleine arbeiten.

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(Bild: Daniel Dionne unter CC BY-SA 2.0, Flickr)

Automatisiertes Fahren betrifft fast alle Bereiche des Autos, erklären die Schwaben. Es wirkt sich auf Antrieb, Bremsen und Lenkung aus. Daher kommt es auf ein umfassendes Systemverständnis an. Möglich machen das Sensoren. „Sensoren sind die Sinnesorgane, über die Autos ihr Umfeld wahrnehmen“, beschreibt Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel die Technik.

Sensoren mit Radar-, Video- und Ultraschalltechnik sammeln kontinuierlich Daten. Software und Rechner übersetzen die gesammelten Informationen in Steuerungsbefehle. Damit stellen sie sicher, dass sich automatisierte Fahrzeuge sicher durch den Straßenverkehr bewegen. Je mehr Fahraufgaben das Auto übernimmt, desto höher steigen die Anforderungen an sicherheitsrelevante Systeme wie Bremse und Lenkung. Eine Absicherung gewährleistet die größtmögliche Verfügbarkeit beim Ausfall einer dieser Komponenten. Der elektromechanische Bremskraftverstärker i-Booster sowie das Bremsregelsystem ESP verringern unabhängig voneinander selbstständig die Geschwindigkeit des Wagens, führt der Automobilzulieferer aus.

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Schneller Bremsdruck

Der i-Booster braucht für den gänzlich selbständigen Aufbau des Bremsdrucks im Vergleich mit einem ESP-System ein Drittel der Zeit, verspricht der Hersteller. Kommt es beispielsweise zu einer Gefahrensituation, bringt ein vorausschauendes Notbremssystem das Fahrzeug zu Stehen. Die Technologie beherrscht das sanfte Abbremsen der adaptiven Abstands- und Geschwindigkeitsregelung ACC bis zum Fahrzeugstillstand. Im Bereich der Hybrid- und Elektrofahrzeuge bezeichnet Bosch den i-Booster als Schlüsselkomponente. Einerseits benötigt er keinen vom Verbrennungsmotor oder über eine Vakuumpumpe aufwändig erzeugten Unterdruck. Andererseits ermöglicht der Bremskraftverstärker zusammenl mit dem speziell für Hybrid- und Elektrofahrzeuge entwickelten ESP hev eine fast vollständige Rückgewinnung der Bremsenergie in elektrische Energie. So erhält das Fahrzeug zusätzliche Reichweite, heißt es aus Stuttgart.

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