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Kleines Modul für große Aufgaben

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Virtualisierung: Das Plus für unerwartete Entdeckungen

„Diese Monitoring Server sollen aufgrund ihres hohen Alters nun ersetzt werden“, erklärt der Projektleiter Beat Jost. „Als Ersatz haben wir uns dafür entschieden, auf eine Virtualisierungslösung zu setzen, um so die Ressourcenauslastung unserer Server-Infrastruktur zu optimieren und um die Kapazitäten für das Experiment zu steigern.“ Früher war auf den dezentralen 1HE Servern eine komplette WinCC SCADA-Software implementiert, auf die vom Leitstand aus zugegriffen wurde.

Diese Dezentralisierung wurde durch die Virtualisierung der Server auf einem zentralen System aufgehoben. Auf diesem werden nun alle Monitoring-Funktionen verwaltet. Neben den allgemeinen Vorteilen der Virtualisierung wie Energieeffizienz und erhöhter Verfügbarkeit ist auch die Möglichkeit, die Hardware flexibel auszulegen ein weiterer Pluspunkt.

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Außerdem lassen sich die virtuellen Maschinen flexibler auf die entsprechende Anwendung anpassen. Wenn die Forscher also weitere unerwartete Entdeckungen machen, können sie ein noch breiteres Spektrum an Prozessen untersuchen, indem sie die Serverkapazität durch Virtualisierung einfach ausdehnen. Da auf den oberen Ebenen des Kontrollsystems die gesamte Kommunikation über Ethernet läuft, ist durch die Virtualisierung der entsprechenden Rechner auch der Ersatz eines defekten Rechners ohne direkte Hardware-Intervention möglich.

Die smarten Knotenpunkte

An der Stelle, wo früher die dezentralen Server standen, sind nun smarte Knotenpunkte am Werk, die den Transfer der Condition-Monitoring-Daten zwischen den dezentralen Rechnersystemen des Detektionssystems und den zentralen, virtualisierten Condition-Monitoring-Servern sicherstellen. Hierfür bieten die Knotenpunkte x86er Intelligenz und hosten einen integrierten ELMB-OPC-Server für je drei über CAN angeschlossene ELMB-Systeme und einen OPC-Server für die VME-Systeme, die ebenfalls über CAN angeschlossen sind. Zudem greift je ein Win-CC OPC-Client auf diese OPC-Server zu, um letztlich die Monitoring-Daten den zentralen virtualisierten Servern zur Verfügung zu stellen. Die Hauptaufgabe der nun eingesetzten smarten Knotenpunkte liegt also darin, die CAN Master zum Feld hin zu treiben und über Ethernet mit den zentralen virtuellen Servern zu kommunizieren.

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