Automatica 2016

Kollaborierenden Robotern auf die Finger schauen

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Neuanschaffung muss gründlich überdacht werden

Dennoch muss der Anwender immer abwägen, ob ein solches System für seine Applikation sinnvoll ist. Arbeitet der Roboter beispielsweise mit scharfkantigen oder schweren Werkstücken, ist er für eine Kollaboration nicht geeignet, da die Gefahr des Werkstückes auch durch die Begrenzung des Drucks oder der Geschwindigkeit nicht genommen werden kann.

„Eine Neuanschaffung sollte immer gründlich vorbereitet sein und die Anforderungen nebst eventueller Erweiterungsmöglichkeiten sollten präzise für den Hersteller formuliert werden“, sagt Meyer. Gleichzeitig müsse der Käufer die Verwendungsgrenzen der Maschine beachten und sich mit dem Hersteller abstimmen. Das gelte auch im Hinblick auf gegebenenfalls erforderliche zusätzliche Betriebsarten, die meist bei der Investition aus dem Blick geraten. Ebenso sollte das Unternehmen die späteren bedienenden Personen eng in diese Absprachen mit einbeziehen, denn der Mitarbeiter muss immer geschult sein, sonst ist eine Zusammenarbeit nicht sicher.

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konstruktionspraxis auf der Automatica 2016

Auf der Automatica boten die Fachleute der BGHM auch Beratungen zur Prüfung und Zertifizierung von Werkzeugmaschinen weiterer Industrieroboter oder Teilaspekten der Maschinen wie sicherheitsbezogene Steuerungen an. Gleichzeitig konnten sich Standbesucher informieren, welche Anforderungen der europäischen Maschinenrichtlinie zu beachten sind, was beim Inverkehrbringen neuer Maschinen umgesetzt werden muss und welche formalen Anforderungen eine CE-Kennzeichnung beinhaltet.

Wissenschaftliches Messgerät praxistauglich gemacht

Als Grundlage für das Messgerät diente eine Entwicklung des Instituts für Arbeitsschutz, die jedoch für einen wissenschaftlichen Nutzerkreis konzipiert war. „In der Praxis – also vor Ort im Betrieb – benötigt man einige dieser Messfunktionen nicht oder in reduziertem Umfang. Auf der Grundlage vieler Erfahrungen in BGHM-Mitgliedsbetrieben haben wir das Verfahren mitsamt Gerät kompakter gestaltet. Jetzt lässt es sich in optimierter Form auf die praktischen Anforderungen zur Einrichtung des Roboters im Betrieb anwenden“, erklärt Meyer. (kj)

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