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OPC AIM Kommunikation ohne Menschen

| Redakteur: Reinhard Kluger

Das Internet der Dinge wächst von der Logistik in die Fabrik. Dabei soll die Spezifikation „OPC AIM Companion Specification“ ­eine Kommunikation ganz ohne den Mensch harmonisieren helfen. dazu Wolf-Rüdiger Hansen, Geschäftsführer, Industriedachverband AIM-D e.V. DACH:

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Wolf-Rüdiger Hansen, Geschäftsführer, Industriedachverband AIM-D e.V. DACH: „CPS und AutoID-Systeme müssen miteinander integriert werden.“
Wolf-Rüdiger Hansen, Geschäftsführer, Industriedachverband AIM-D e.V. DACH: „CPS und AutoID-Systeme müssen miteinander integriert werden.“
(Hansen)

„Die Integration der Unternehmenssoftware ist von der Planung über Materialwirtschaft, Produktion, interne und externe Logistik und das Kundenmanagement weitgehend vollendet. Damit mit diesen Softwaresystemen weitere Effizienzpotentiale gehoben werden können, muss man die „reale Unternehmenswelt“ noc intensiver digital einbeziehen. Schon das EPC-Global-Projekt des Handels, das in den Jahren 1999 bis 2003 vom MIT in Boston wissenschaftlich ausgearbeitet wurde, hatte dieses Ziel und prägte den Begriff „Internet der Dinge (IoT)“, den man locker auch so formulieren kann: Es kommuniziert alles mit allem, bloß ohne Menschen.

Was im Handel begann, hat sich in anderen Branchen fortgesetzt, insbesondere in der Produktion. Deswegen schuf die deutsche Industrie zusammen mit den großen Industrieverbänden und acatech, der deutschen Akademie der Technikwissenschaften, das Konzept „Industrie 4.0“, das eine Ausprägung des Internet der Dinge darstellt. Der Begriff „Industrie“ verweist zwar primär auf die Fertigung, umfasst aber von Beginn an auch die Logistik, denn beides ist in den modernen Unternehmensabläufen nicht mehr zu trennen.

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Ein wichtiger Begriff im Zukunftskonzept Industrie 4.0 ist Cyber Physical Systems (CPS). Sie sind in der Systemarchitektur genau da angesiedelt, wo im IoT die AutoID-Systeme mit RFID, Barcode usw. positioniert sind. Die Aufgabe von CPS wie AutoID ist es, die Daten der realen Unternehmensabläufe und Prozessketten digital zu erfassen und ohne Verzögerung durch menschliche Eingriffe an die führenden Software-Systeme zu übertragen. Während im ursprünglichen IoT an dieser Stelle noch das automatische Identifizieren im Fokus stand, geht es bei I40 auch um die Steuerung der Abläufe in der realen Welt. Insofern ist auch der Begriff AutoID heute weiter gefasst: dazu gehört der Einsatz von Sensoren, die Umgebungsdaten wie Temperatur, Feuchtigkeit, Erschütterungen u.a. aufnehmen, sowie die Echtzeitlokalisierung mit RTLS (Real-time Locating Systems).

CPS und AutoID-Systeme müssen miteinander integriert und über digitale Verbindungen an die führenden Softwaresysteme angeschlossen werden, um Industrie 4.0 realisieren zu können. Für den Aufbau dieser Verbindungen wird die richtige Software benötigt. Um hier dem Wildwuchs unternehmensspezifischer Softwareintegrationsverfahren vorzubeugen, hat der Industrieverband AIM die OPC AIM Companion Specification geschaffen, deren Ziel es ist, eine Art „Software USB“ bereitzustellen, der die Integration der AutoID-Systeme, Sensoren und RTLS auf eine standardisierte Weise basierend auf der OPC Unified Architecture ermöglicht. Damit soll diese Integration beschleunigt werden.“

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