Montagetechnik Schmersal Kompaktsteuerung und Schaltgeräte für AS-i-Safety einfach installierbar

Redakteur: Sariana Kunze

Ob Sicherheitssteuerung mit Mutingfunktion oder Sicherheitsschaltgeräte für AS-i-Safety. Beiden Komponenten für die Sicherheit in der Montage- und Handhabungstechnik gemein ist, dass sie sich ganz schnell zuschalten lassen.

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Erhöht die Flexibilität, verkürzt Inbetriebnahmezeiten und spart zudem Kosten: Ein Modul ersetzt mehrere Sicherheits-Relaisbausteine.
Erhöht die Flexibilität, verkürzt Inbetriebnahmezeiten und spart zudem Kosten: Ein Modul ersetzt mehrere Sicherheits-Relaisbausteine.
(Schmersal)

In der Montage- und Handhabungstechnik haben die Konstrukteure oft die Aufgabe zu lösen, einen Gefahrenbereich abzusichern, zugleich aber den Materialtransport durch diesen Bereich hindurch zu gewährleisten.

Hier bewähren sich optoelektronische Schutzeinrichtungen mit Muting-Funktion. „Muting“ bedeutet: Für die benötigte Zeit des Materialtransports in den Gefahrenbereich oder aus ihm heraus wird der Lichtvorhang sicherheitstechnisch überbrückt. Das setzt eine zuverlässige Unterscheidung zwischen Mensch und Material voraus, die über zusätzliche Sensoren sichergestellt wird. Die Signalfolge und -dauer der Sensoren steuert das Überbrücken des Lichtvorhangs.

Üblicherweise benötigt man für diese Aufgabe Sicherheits-Lichtvorhänge mit integrierter Muting-Logik und speziell angeordnete Sensoren. Die neue Sicherheits-Kompaktsteuerung Protect Select vereinfacht die Realisierung der Muting-Funktionalität, weil die Muting-Logik bereits in einem der vier vorkonfigurierten Applikationsprogramme integriert ist. Dies bietet den Vorteil, dass der Konstrukteur Standard-Sicherheits-Lichtvorhänge verwenden kann.

Darüber hinaus vereinfacht sich mit Protect Select die Integration der Sicherheits-Schaltgeräte in den Sicherheitskreis ganz erheblich. Denn der Bediener muss keine Programmierkenntnisse mitbringen und er benötigt auch keine Interface-Geräte, wie PC oder Laptop, sondern aktiviert und parametriert Funktionen wie Anlauftestung, zyklische Testung und Auto-Start einfach per Menüführung über die Klartext-Anzeige.

Das für die Muting-Funktion vorkonfigurierte Applikationsprogramm erlaubt z.B. die Anpassung der Muting-Zykluszeit an die Durchlaufzeit der Materialförderung. Darüber hinaus können die Signale von zwei weiteren Sicherheits-Schaltgeräten ausgewertet werden, so dass der Anwender mit einem kompakten Modul, das nur 52,5 mm Baubreite im Schaltschrank beansprucht, eine komplette Muting-Applikation realisieren und z.B. auch eine Schutztür sowie einen Not-Halt in den Sicherheitskreis integrieren kann. Das erhöht die Flexibilität, verkürzt Inbetriebnahmezeiten und spart zudem Kosten, weil ein PROTECT SELECT-Modul mehrere Sicherheits-Relaisbausteine ersetzt.

Sicherheits-Schaltgeräte für AS-i Safety

In vielen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus setzt sich AS-Interface Safety at Work (AS-i Safety) als „Quasi-Standard“ für die Integration der Sicherheits-Schaltgeräte in den Sicherheitskreis durch. Die Schmersal Gruppe baut ihr AS-i Safety-Programm kontinuierlich aus und bietet diesen sicherheitsgerichteten Datenbus auch in Kombination mit neuesten Sensortechnologien.

Auf der Motek zeigte Schmersal Sicherheits-Schaltgeräte mit integrierter AS-i Safety-Schnittstelle. Neben den „Klassikern“ unter den elektromechanischen Sicherheitsschaltern, Sicherheitszuhaltungen und Positionsschaltern mit Sicherheitsfunktion standen dabei Baureihen im Fokus, die neueste Technologien nutzen – zum Beispiel die von Schmersal entwickelte CSS-Technologie (Coded Safety Sensor), die u.a. eine frühzeitige Detektion von Schutztürversatz erlaubt und damit genau wie AS-i Safety den Wunsch der Anwender nach umfassender Diagnose und vorbeugender Instandhaltung adressiert.

Nötige Zuhaltekraft kommt ganz ohne Mechanik aus

Die Sicherheitszuhaltung AZM 200 mit integriertem AS-i Safety-Knoten gehört schon seit Längerem zum Schmersal-Programm. Ein neuerer „Zuwachs“ im AS-i Safety-Portfolios ist die magnetische Sicherheitszuhaltung MZM 100 AS (Bild), die die nötige Zuhaltekraft ganz ohne mechanische Verriegelung, auf elektromagnetischem Wege, erzeugt.

Nach Erfahrung von Schmersal ist der AS-i Safety-Standard nicht nur für große Maschinen mit vielen Sicherheits-Schaltgeräten wirtschaftlich nutzbar. Schon ab etwa fünf bis sechs Sicherheits-Schaltgeräten und Leitungslängen ab 20 Meter ist dieser Standard nicht nur aus technischer, sondern auch aus kommerzieller Sicht überlegen. Denn die höheren Investitionskosten in die erforderlichen Schaltgeräte werden mehr als überkompensiert durch die Zeitersparnis bei der Verdrahtung im Feld und im Schaltschrank. Hinzu kommen Vorteile wie die zusätzlichen Diagnose-Information sowie die komfortable Parametrierung der gewünschten Funktionalitäten im „Drag & Drop“-Verfahren am PC.

Aus diesen Gründen steigt die Nachfrage nach Sicherheits-Schaltgeräten mit universeller AS-i Safety-Anbindung weiter an – auch und gerade in der Montage- und Handhabungstechnik. Die Schmersal Gruppe wird daher auch künftig das Programm ausbauen. Schon auf der kommenden SPS/ IPC/ Drives 2012 im November päsentiert Schmersal weitere neue Sicherheits-Schaltgeräte, die mit integrierter AS-i Safety-Schnittstelle ausgerüstet sind.

SPS IPC Drives Halle 9, Stand 460

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