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Bosch Rexroth Kompelettantreib verbindet Produktivität mit Energieeffizienz

| Autor / Redakteur: Klaus Frank, Dr. Dietmar Tilch / Reinhard Kluger

Ständig steigende Energiepreise machen Energieeffizienz auch für die Industrie zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor, der die Total Cost of Ownership einer Maschine oder Anlage maßgeblich beeinflusst. Für Anwender gilt es darum, hohe Produktivität mit weniger Energieeinsatz zu erreichen. Eine technologieübergreifende Methodik von Bosch Rexroth erreicht dieses Ziel.

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Energy on Demand: Drehzahlvariable Pumpenantriebe von Rexroth senken den Energieverbrauch hydraulischer Aggregate in Pressen, Spritzgieß- oder Werkzeugmaschinen zwischen 40 und 70 Prozent
Energy on Demand: Drehzahlvariable Pumpenantriebe von Rexroth senken den Energieverbrauch hydraulischer Aggregate in Pressen, Spritzgieß- oder Werkzeugmaschinen zwischen 40 und 70 Prozent
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Potenzial ist enorm: Laut dem World Energy, Technology and Climate Policy Outlook (WETO) der Europäischen Kommission konsumiert die industrielle Fertigung 35 Prozent der weltweit erzeugten Energie und steht damit auf Platz zwei hinter dem Verkehr. Effizienzmaßnahmen in der Fertigung wirken sich darum besonders stark aus. Allerdings ist eine systemische Gesamtbetrachtung von Maschinen und Anlagen erforderlich, um das gesamte Potenzial für eine höhere Energieeffizienz auszuschöpfen, ohne Kompromisse zu Lasten der Produktivität.

Bosch Rexroth stellt eine hohe Energieeffizienz in den Mittelpunkt seiner Produkt- und Systementwicklung. Gerade das durchgängige Zusammenspiel von elektrischen Antrieben, Hydraulik, Pneumatik sowie Linear- und Montagetechnologien bietet die entscheidenden Ansatzpunkte für deutliche Fortschritte. Über Lösungen für die industrielle Fertigung und Montage hinaus hat sich Rexroth als Zulieferer für Anlagen der Wind-, Meeres- und Solar-Energie etabliert und bietet außerdem Systemlösungen, die den Dieselverbrauch mobiler Arbeitsmaschinen deutlich senken.

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Fertigungseinrichtungen bieten ein großes Potenzial, da dort Energien in unterschiedlicher Form in Bewegungen gewandelt werden. Da bislang zentral die Produktivität im Vordergrund stand und der Energieverbrauch nur einen geringen Teil der Total Cost of Ownership ausmachte, wurde Energieeffizienz häufig als nachrangig erachtet. Durch steigende Energiepreise und die gewachsene unternehmerische Verantwortung streben nun vermehrt alle danach, Produktivität und Energieeffizienz zu verknüpfen.

Als Antwort auf diese Herausforderung hat Rexroth einen technologieübergreifenden Lösungsansatz entwickelt und mit den vier Rexroth 4EE Hebeln (Rexroth for Energy Efficiency) eine Methodik für eine höhere Energieeffizienz entwickelt, die über den gesamten Maschinenlebenszyklus wirkt:

  • Efficient Components - Produkte und Systeme mit optimiertem Wirkungsgrad,
  • Energy Recovery - Rückspeisung und Speicherung überschüssiger Energie,
  • Energy on Demand - Bedarfsgesteuerter Energieeinsatz, Stand-by-Modi und
  • Energy System Design – Systemische Gesamtbetrachtung, perfekte Projektierung, Simulation und Beratung.

Die Basis bilden energieeffiziente Komponenten. Permanenterregte Synchronmotoren für den industriellen Einsatz bieten bereits einen sehr hohen Wirkungsgrad von mehr als 97 Prozent. Auch Axialkolbenpumpen der neuesten Generation erreichen Wirkungsgrade von mehr als 93 Prozent.

Mit der Energierückgewinnung nutzen Konstrukteure ein zusätzliches Potenzial. Jede Achsbeschleunigung erfordert zeitversetzt ein entsprechendes Abbremsen. Durch ein Umschalten der Elektromotoren in den Generatorbetrieb wandeln sie die bislang ungenutzte Verzögerungsenergie in elektrischen Strom um. Je nach Zweckmäßigkeit versorgt die gewonnene Energie über einen gemeinsamen Zwischenkreis andere Antriebe, wird zwischengepuffert oder ins Netz zurückgespeist. Bei Hydraulikantrieben kommen Hydrospeicher zu Einsatz um freigesetzte Energien aufzunehmen und wieder bereitzustellen.

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