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Industrie 4.0 live Komplette vertikale Integration von Daten

| Redakteur: Luca Meister

Durchgängig virtuelles Engineering ist Voraussetzung für Industrie 4.0: Eplan, Rittal und Phoenix Contact präsentieren zusammen auf der Hannover Messe 2015 die komplette vertikale Integration von Daten im Engineering- und Produktionsprozess. So erleben Messebesucher, wie Produktdaten entstehen, für die Erstellung von virtuellen Prototypen genutzt und über standardisierte Schnittstellen bis in die Fertigung weitergereicht werden.

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Das Standkonzept des Firmentrios Eplan, Rittal und Phoenix Contact.
Das Standkonzept des Firmentrios Eplan, Rittal und Phoenix Contact.
(Bild: Eplan/Rittal/Phoenix Contact )

mei. «From the Top Floor to the Shop Floor» – diese Kurzformel umreisst das gemeinsame Engagement von Eplan, Rittal und Phoenix Contact, drei Lösungsanbietern im Engineering, in der Schaltschranksystem- und Automatisierungstechnik. Auf dem Messestand zeigt das Technologienetzwerk «Smart Engineering and Production 4.0» den durchgängigen, automatisierten Prozess vom digitalen Artikel über das Engineering bis hin zur Produktion. Am Beispiel eines Schaltschranks erleben Messebesucher, wie aus einer ganzheitlichen, virtuellen Produktbeschreibung die Daten aus der Entwicklung über standardisierte Schnittstellen in den Herstellungsprozess fliessen. Die digitale Produktbeschreibung kann bis in die Inbetriebnahme, Anlagenbedienung und -wartung entlang des gesamten Produktlebenszyklus, weitergenutzt werden.

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Beispiel Schaltschrankaufbau

«Auf Basis eines virtuellen Prototyps und durchgängiger digitaler Beschreibung aller Komponenten schaffen wir die Voraussetzungen für eine Fertigung individueller Industrieprodukte. Sie orientiert sich an Losgrösse 1 und trägt den Forderungen des Industrie-4.0-Gedankens Rechnung», erklärt Maximilian Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung von Eplan. Dr. Thomas Steffen, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei Rittal, ergänzt: «Um heute effizientere Wertschöpfungsprozesse in der Industrie zu ermöglichen, ist es entscheidend, über hochwertige technische Produktdaten und konsequent standardisierte Engineeringprozesse zu verfügen.» Roland Bent, Geschäftsführer Phoenix Contact, bringt das gemeinsame Engagement abschliessend auf den Punkt: «Wir zeigen am Beispiel einer realen, hochautomatisierten Fertigung von Losgrösse 1 die konkreten Potentiale der durchgängigen Digitalisierung sowie der kompletten Integration von Daten, über Bereiche und Systeme hinweg. Wir wollen greifbar machen, wie zukünftig entwickelt und gefertigt wird.»

Digitale Artikeldaten, durchgängige Prozesse und Systeme sowie standardisierte Schnittstellen erleben die Besucher live am Messestand: Fünf Stationen zeigen exemplarisch die digitale Beschreibung eines Endprodukts, das Engineering am Beispiel des Schaltschrankaufbaus, die NC-gestützte mechanische Bearbeitung von Bauteilen sowie die automatisierte und intelligente Konfektionierung von Baugruppen.

Vorschau: neue Eplan Plattform

Ausserdem bekommen Anwender erste Einblicke in die Eplan Plattform 2.5, die im September 2015 erscheint. Die Revisionsverwaltung in der Eplan Plattform ist ein wichtiger Bestandteil im Engineeringprozess – gerade, wenn verschiedene Disziplinen wie z. B. Elektro- und Fluidtechnik auf einer Datenbasis arbeiten. Unterschiedliche Revisionsstände in einem Projekt zu verwalten, ist damit eine zentrale Herausforderung. Die neue Eplan Plattform bietet eine Seiten-/Bereichsbezogene Revisionsverwaltung. Projektbereiche wie Funktionsstrukturen, Ortsdefinitionen oder Disziplinen können individuell revisioniert werden. Dadurch sind Änderungen zu jeder Zeit, im gesamten Prozess und von allen Projektbeteiligten nachvollziehbar. <<

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