Intelligentes Feldbus Ein-/Ausgabesystem Komplexe und umfangreiche Abläufe im Produktionsprozess beobachten und steuern

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Hesch Industrie-Elektronik hat sein intelligentes modulares Ein-/Ausgabesystem IMOD erweitert. Das System, ein durchdachtes Konzept für die Steuerung und Überwachung von Prozessen in der Industrie, ist für alle gängigen Feldbusstandards – darunter Profibus, CANopen, Modbus und Ethernet erhältlich.

Firmen zum Thema

Das IMOD-System ist für alle gängigen kabelgebundenen sowie drahtlosen Feldbusstandards erhältlich und lässt sich aufgrund der vielseitigen Funktionalitäten leicht in nahezu jede beliebige Prozesslandschaft integrieren.
Das IMOD-System ist für alle gängigen kabelgebundenen sowie drahtlosen Feldbusstandards erhältlich und lässt sich aufgrund der vielseitigen Funktionalitäten leicht in nahezu jede beliebige Prozesslandschaft integrieren.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ein IMOD-System besteht im Wesentlichen aus dem jeweils passenden Feldbuskoppler, digitalen und analogen Ein- und Ausgängen sowie Sensor- und Aktor-Interfaces. Damit können auch komplexe und umfangreiche Abläufe in einem Prozess beobachtet und gesteuert werden. Pro Modulkanal wird eine hohe Bandbreite an konfigurierbaren Funktionalitäten zur Verfügung gestellt. Das steigert die Flexibilität, reduziert die Modulanzahl und vereinfacht die Logistik. Durch die „HotSwap“-Eigenschaft der IMOD-Module ist eine Erweiterung des Systems jederzeit auch im laufenden Betrieb möglich.

Mit eigener Intelligenz und Software ausgestattet, sind die Module in der Lage, eingehende Signale intern so aufzubereiten, dass sie von einer nachgeschalteten Verarbeitungseinheit nicht mehr umgewandelt werden müssen. So werden Steuerung und Regelung von aufwendiger Rechenleistung entlastet, die somit anderen Anwendungen zur Verfügung steht. Viele Abläufe in der Prozesstechnik lassen sich dadurch beschleunigen und wirtschaftlicher gestalten.

Bildergalerie

Alle Module des IMOD-Systems enthalten bereits eine umfangreiche Palette an Funktionen, die sich darüber hinaus leicht an spezifische Kundenanwendungen anpassen lassen. Unter anderem verfügen die Module über eine galvanische Trennung, die Überwachung von Kurzschlüssen zur Vermeidung von Beschädigungen sowie Funktionen zum Erkennen von Leiter- oder Fühlerbrüchen. Separate Komponenten sind hierfür nicht nötig. Um im Fehlerfall eine sichere Prozesssteuerung zu gewährleisten, arbeiten die Module mit Fehlerwerten weiter, sind also „fail-safe“. Diese Werte lassen sich frei festlegen.

Für jede Aufgabe das richtige Modul

Die IMOD-Module unterscheiden sich je nach Aufgabe und Funktion innerhalb der Prozesssteuerung. Der Aufbau jedes Systems folgt einer festgelegten Architektur. Das Grundmodul ist der Koppler für den jeweils eingesetzten kabelgebundenen oder drahtlosen Feldbus. Neben der Ankopplung an den Bus sowie die Überwachung und Weiterleitung von Fehlermeldungen übernehmen diese Module auch die Spannungsversorgung für bis zu 16 Module im System. Sollen darüber hinaus weitere Module eingesetzt werden, wird ein zusätzliches Spannungsversorgungs-Modul (HE 5850) benötigt, welches seinerseits ebenfalls bis zu 16 Einheiten zuverlässig mit Spannung versorgt. Die Module können völlig frei angeordnet werden.

Kanalweise galvanische Trennung

Neueste Mitglieder der IMOD-Familie sind die analogen Eingangsmodule HE 5832 sowie HE 5846. Die Eingänge der Module sind, auch untereinander, galvanisch getrennt und erfüllen die Anforderungen der sicheren Trennung für Arbeitsspannungen bis 300 V nach EN 61010-1. Daher kann auf zusätzliche Trennverstärker verzichtet werden.

Das als HE 5832 angebotene IMOD-Modul erfasst zwei analoge Normsignale (-10 bis +10 V, -5 bis +5 V, -1 bis +1 V oder -20 bis +20 mA) von der Prozessebene und übermittelt diese an den Feldbus. Die Wandlerauflösung beträgt dabei 16 Bit, der Signalzustand der Eingänge wird durch Leuchtdioden angezeigt.

Das ebenfalls neue Temperatur-Eingangsmodul HE 5846 erfasst zwei analoge Signale von Widerstandsthermometern und übermittelt diese dem übergeordneten Bussystem. Das Modul ist für den Anschluss in 4-Leiter-Technik an Messwiderstände aus Platin (PT100) sowie Nickel (Ni100) entwickelt worden und wandelt die Analogsignale mit einer Auflösung von 16 Bit um. Auch beim HE 5846 wird der Zustand der Eingänge durch LEDs signalisiert.

(ID:383801)