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Busmonitor Konnektivität wächst um Anbindung an Profinet-Netzwerke

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Mit dem ibaBM-PN hat die Iba AG die Konnektivität zu Automatisierungssystemen und Bustechniken erweitert: Das Profinet-Messmodul ibaBM-PN unterstützt den Kommunikationsstandard Profinet IO. Damit ergänzt das Unternehmen sein Spektrum an Busmonitoren für Feld- und Antriebsbusse, die als Schnittstellen für die Datenaufzeichnung im Prozessdatenaufzeichnungssystem ibaPDA dienen und eine Datenerfassung zwischen Automatisierung und Peripherie erlauben.

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Mit dem Busmonitor ibaBM-PN ist eine Anbindung an Profinet-Netzwerke möglich.
Mit dem Busmonitor ibaBM-PN ist eine Anbindung an Profinet-Netzwerke möglich.
(Bild: iba)

Der ibaBM-PN kommuniziert als Profinet-Device mit einem oder mehreren Profinet-Controllern als übergeordnete Steuerung. Er verfügt über zwei interne IO-Devices, um so mehr Daten erfassen zu können. Ein Device hat eine Maximalanzahl an Daten von 1.440 byte, die er dem Profinet-Controller zur Verfügung stellen kann.

Durch einen Busmonitor mit vier Controllern kommunizieren

Für die Erfassung einer größeren Datenmenge wurden zwei Profinet-Device-Chips in dem Messmodul realisiert. Dazu kommt, dass ein Device als Shared Device mit zwei Controllern Daten austauschen kann. So ist es insgesamt möglich, durch einen ibaBM-PN mit vier Controllern zu kommunizieren. Zudem kann er an zwei unabhängigen Profinet-Strängen betrieben werden.

Busmonitor unterstützt RT- und IRT-Kommunikation

Als zertifiziertes Profinet-Gerät entspricht es der Spezifikation, zum einen in Bezug auf die Kommunikationsmethoden: Es unterstützt sowohl die Real Time (RT)-Kommunikation als auch die Isochronous Real Time (IRT)-Kommunikation. Letztere erfolgt im Gegensatz zur RT-Kommunikation taktsynchron und ist noch einmal deutlich genauer. Hier sind Zykluszeiten bis zu 250 µs möglich.

Zum anderen wurde die Unterstützung des Media Redundancy Protocols (MRP) realisiert. Das Redundanzprotokoll fordert die Verwendung von Ringstrukturen, um eine redundante Kommunikation zu ermöglichen und so eventuelle Ausfälle kompensieren zu können.

Erfüllt Kategorie NetLoad Class III

Um den wachsenden Anforderungen an Robustheit und Zuverlässigkeit auch in extremen Lastsituationen gerecht zu werden, erfüllt ibaBM-PN die Anforderungen der höchsten Kategorie NetLoad Class III.

Mit Request-Mechanismus zusätzliche Daten erfassen

Die Request-Funktionalität für Simatec S7-Steuerungen von Siemens ist eine Besonderheit. Damit ist es bequem möglich, bei Bedarf auch zusätzliche Signale und Daten zu erfassen, ohne in die S7-Steuerung eingreifen und neue Programmierungen vornehmen zu müssen. Letztlich bleibt bei größeren Anlagen immer ein Restrisiko eines Stillstands oder Ausfalls, wenn Eingriffe in die Steuerung erfolgen. Daher erleichtert der Request-Mechanismus die zusätzliche Werteerfassung im ibaPDA. Dabei werden die zu erfassenden Messwerte wahlfrei ausgewählt. Das hat den Vorteil, dass auch Anlagenbediener, die keine Programmiererfahrung haben, bestimmte zusätzliche Werte unkompliziert ermitteln können. Der Request-Mechanismus ist eine Zusatzlizenz, die der Anwender für das ibaPDA erwerben kann.

Sniffer-Funktionalität in der nächsten Ausbaustufe

Eine Funktionalität, die in der nächsten Ausbaustufe realisiert wird, ist die Sniffer-Funktion, also das Mithören des gesamten Datenaustauschs auf dem Profinet-Netzwerk. Dazu lässt sich ibaBM-PN mit der TAP-Schnittstelle (Ethernet) rückwirkungsfrei an jeder beliebigen Stelle in das Profinet-Netzwerk einkoppeln. In der ersten Version ist zunächst die Funktion der aktiven Datenerfassung realisiert. Ein kostenloses Firmware-Upgrade wird für Anfang 2017 angekündigt.

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