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Klimageräte Konstruktionsänderung sorgt für höhere Dichte

Redakteur: Carina Schipper

Die Klima- und Lüftungsgeräte mit effizienten Rotationswärmetauschern ermöglichen eine 98 % Dichtigkeit und 90 % Wärmerückgewinnung, versichert der Hersteller Wolf. Durch Veränderungen in der Bauart entfällt die übliche zehnprozentige Leckage.

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Die Rotationswärmetauscher kommen bei Wolf Klimageräten KG Top und bei den Comfort-Lüftungsgeräten CRL zum Einsatz.
Die Rotationswärmetauscher kommen bei Wolf Klimageräten KG Top und bei den Comfort-Lüftungsgeräten CRL zum Einsatz.
(Bild: Wolf)

Traditionelle Rotationswärmetauscher weisen bauartbedingt große Leckage-Luftmengen auf und vermischen damit verbrauchte Abluft mit frischer Außenluft, erklären die Mainburger. Dieses Problem löst der Systemanbieter durch die Umsetzung eines innovativen Denkansatzes. Das neuentwickelte Dichtsystem werde nicht wie üblich seitlich an den Rotor herangeführt, sondern die Dichtung selbst rotiert mit dem Rotor, heißt es. Mehrere Dichtlamellen sitzen an der Wandung und sorgen mit dem rotierenden Teil für effiziente Dichtigkeit. Die jeweils doppelt, auf An- und Abströmseite montierten Zentraldichtungen sind in mehrstufiger Kaskade als Labyrinth-Dichtung ausgeführt. Das Rotor-Dichtsystem ermöglicht eine Dichtheitsrate von 98 % nach VDI 3803/5. Üblicherweise berücksichtigt der Hersteller bei der Ventilator-Auslegung zusätzliche Luftmengen bei Zu- und Fortluft. Gemäß VDI 3803/5 muss er von einer zehnprozentigen Leckage ausgehen. Bei Wolf-Produkten spielt dieser Faktor künftig keine Rolle mehr. Weder bei der Planung noch bei der Auslegung muss diese zehnprozentige Leckage berücksichtigt werden. Leistungszuschläge und zusätzlicher Stromverbrauch beim Betrieb für Zu- und Abluftventilatoren entfallen. Bisher verdeckte die klassische Filzdichtung stets den äußeren Rand des Rotors. Bei dem neuen Rotor-Dichtsystem steht der gesamte Durchmesser eines Rotors der Wärmerückgewinnung zur Verfügung. Dadurch lassen sich Temperatur-Übertragungsgrade trocken von über 90 % erreichen. In der neu entwickelten Ausführung des Aluminiumrotors mit Sorptionsbeschichtung, auf natürlicher Zeolithbasis, lässt sich eine erhöhte Feuchteübertragung von über 90 % aus der Abluft in die Zuluft erzielen. Damit bleibt im Winter die wertvolle Restfeuchte im Gebäude und im Sommer kann die Restfeuchte der Abluft die Zuluft energiesparend vorkühlen, erklären die Entwickler. Die nachfolgenden Komponenten, also Kühler und gegebenenfalls Befeuchter, benötigen weniger Raum.

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