Vision-Sensoren Konturbasiert für die Automatisierung

Redakteur: Gerd Kucera

Mit ihrer Serie bildverarbeitender Vision-Sensoren namens VeriSens schließt Baumer electric die Lücke zwischen klassischen, optischen Sensoren und komplexen Vision-Systemen. Die Sensoren sind jeweils für spezielle Aufgabenklassen wie Vollständigkeitskontrolle, Lageüberwachung oder Codeleseaufgaben optimiert und bieten eine einfache Parametrierung auch für Nicht-Bildverarbeitungsspezialisten.

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„Die industrielle Bildverarbeitung ist ein fester Bestandteil der Automatisierungstechnik geworden“, konstatiert Dr. Ralf Grieser, Produktmanager bei Baumer electric, „die fortschreitende Schnittstellenstandardisierung im Bereich der Digitalkameras (FireWire-Schnittstellen) hat in den letzten Jahren zu einer neuen Qualität bezüglich der Plug & Play-Funktionalität, Stabilität und Zuverlässigkeit von PC-basierten Vision-Systemen auch für komplexe Inspektionsaufgaben geführt. Die steigende Flexibilität und der enorme Funktionsumfang vieler Softwarelösungen fordert jedoch ein erhebliches Verständnis für Methoden und Algorithmen der Bildverarbeitung sowie eine entsprechende Einarbeitungszeit in die jeweiligen Produkte.“

Die Integration in Produktionsprozesse ist daher oft nicht einfach zu bewerkstelligen. Lösungen werden meist in Form von Projekten mit entsprechenden Kosten erarbeitet. Das gleiche gilt auch für viele heute am Markt erhältliche intelligente Kameras oder Kompakt-Vision-Systeme, die zwar mit kompakten Bauformen locken, aber bezüglich der Softwarekonzepte meist ähnlich komplex sind wie PC-Systeme, jedoch nicht über deren Leistungsfähigkeit verfügen. Was zeichnet einen Vision Sensor aus? Vision-Sensoren schliessen die Lücke zwischen dem klassischen optoelektronischen Sensor und komplexen Bildverarbeitungssystemen. Wie bei einem optoelektronischen Sensor liefert der Vision Sensor typischerweise nur ein Binärsignal (gut/schlecht, anwesend/nicht anwesend), welches über ein entsprechendes PNP-Signal direkt als Schaltausgang an die SPS geführt wird. Durch seine Prozessnähe als klassischer Sensor sind eine kompakte Bauform, einfache Montagemöglichkeit, vollständig integrierte Optik und Beleuchtung sowie ein so genanntes One-Box-Design mit entsprechendem Schutzgrad und industriekonformen Steckverbindern wichtige Eigenschaften. Vision-Sensoren eröffnen durch ihre grundsätzliche Eigenschaft, Objekte bildgebend zu erfassen neue Felder für typische Sensoraufgaben, welche mit klassischen, optischen Sensoren, die meist punktförmig abtasten, nicht gelöst werden können. Interessant sind hier Sensoraufgaben, wo ein Vision System überspezifiziert und damit zu teuer ist. Wesentlicher Unterschied zum PC Bildverarbeitungssystem oder zu heutigen Kompakt-Vision-Systemen ist, dass ein Vision-Sensor speziell für eine Inspektions- oder Prüfaufgabe optimiert ist. Ziel ist es dabei, das Einrichten durch extrem einfache Parametrierung oder, wenn möglich, sogar mittels Auto-Teach-Funktionen realisieren zu können. Die Inbetriebnahme ist dann ohne spezielle Fachkenntnisse der Bildverarbeitung möglich. Damit werden die Aufwendungen zur Lösung einer Inspektionsaufgabe deutlich geringer und es öffnen sich neue Einsatzgebiete. Der VeriSens-Vision-Sensor erfüllt alle genannten Anforderungen und ist einer der kompaktesten und leistungsfähigsten Vision Sensoren seiner Klasse. Hochwertige CCD-Sensortechnik sorgt für beste Bildqualität und ist Grundlage für zuverlässige Resultate. Spezielle Highspeed-Betriebsmodi erlauben je nach Aufgabe bis 3000 Auswertungen pro Minute. Das integrierte Präzisionsobjektiv lässt sich extern manuell fokussieren, was den Einsatzbereich in unterschiedlichen Einbaulagen in der Maschine erheblich erleichtert. Die integrierte LED-Beleuchtung ist wartungsfrei und je nach Aufgabe in unterschiedlichen Farben erhältlich.

VeriSens hat ein kompaktes und robustes Metallgehäuse mit IP64-Schutzgrad (optional bis IP67) und lä0t sich in der Basisversion über einen einzigen industrieüblichen M12-Sensorsteckverbinder mit acht Polen betreiben. Der Sensor hat eine Wide-Range-Spannungsversorgung (12 -30 VDC) sowie als Prozessschnittstelle drei optoentkoppelte Eingänge für Trigger und Funktionsauswahl nebst drei PNP-Ausgänge für die Schaltsignale Ready, Pass/Fail und die Ansteuerung einer externen, zusätzlichen Beleuchtung. Als Option für den Betrieb der Sensoren in Netzwerksystemen sind künftig Ausführungen mit Ethernet oder RS232/485 erhältlich. Der Status des Geräts wird durch vier LEDs angezeigt. Kern des VeriSens ist ein patentierter Bildverarbeitungsprozessor mit Baumer FEX-Technik.

Baumer electric, Tel. +41(0)52728 1122

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