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Industrieroboter Kraft-Momenten-Sensor als Tastsinn für Leichtbauroboter

| Redakteur: Sariana Kunze

Das ungarische Unternehmen OptoForce verkündet seinen Eintritt in den deutschen Markt und möchte mit seinem sechsachsigen Kraft-Momenten-Sensor HEX-70-XE zukünftig auch Industrierobotern im deutschen Sprachraum einen Tastsinn verleihen. Der Sensor bietet Unternehmen neue Perspektiven in der industriellen Automatisierung von komplexen Arbeitsabläufen.

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Ákos Dömötör, CEO und Mit-Begründer von OptoForce, hat das Ziel Roboter mit einem Tastsinn auszustatten.
Ákos Dömötör, CEO und Mit-Begründer von OptoForce, hat das Ziel Roboter mit einem Tastsinn auszustatten.
(Bild: OptoForce)

Weltweit ist die Automatisierungsindustrie auf Wachstumskurs. Doch wo Roboterarme auf unstrukturierte Umgebungen trafen, kam die Automatisierung an ihre Grenzen – zumindest bisher. Genau diesen Umstand möchte OptoForce, ein junges Unternehmen aus Budapest, nun ändern. „Seit Roboter immer enger mit Menschen zusammenarbeiten, müssen sie ihr Umfeld exakt wahrnehmen und zunehmend Aufgaben erfüllen, die die Fingerfertigkeit einer menschlichen Hand erfordern“, so Ákos Dömötör, CEO und Mit-Begründer von OptoForce. „Unser Ziel ist es, Roboter mit eben diesem Tastsinn auszustatten.“ Mit sechsachsigen Kraft-Momenten-Sensoren will das Unternehmen mit Sitz in Budapest nun auch im deutschen Sprachraum Leichtbaurobotern einen Tastsinn verleihen und neue Perspektiven in der industriellen Automatisierung eröffnen.

Roboter spüren, was richtig ist

„Mit den Sensoren von OptoForce ausgestattete Roboter spüren, ob sie ein Objekt am richtigen Ort platzieren oder nachjustieren müssen“, erklärt Àkos Dömötör. „Im Bedarfsfall korrigieren sie automatisch ihren Weg. So werden ganz neue Aufgabenbereiche automatisierbar. Gleichzeitig minimieren die Sensoren auch die Fehleranfälligkeit bereits bestehender Anwendungen. Das beschleunigt den Produktionsprozess und spart Kosten.“ Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig; vor allem in Feinmontage, Oberflächenbehandlung und der Überwachung von Prozesskräften bieten die Sensoren Endnutzern einen spürbaren Mehrwert. Eine Besonderheit der Sensoren von OptoForce ist, dass die für unterschiedliche Anwendungen notwendige Software gleich mitgeliefert wird. So lassen sich beispielsweise die Mittelpunktserkennung von Objekten, Polieranwendungen oder die exakte Wegaufzeichnung des Roboterarms innerhalb weniger Minuten einrichten. Die Hardware hingegen zeichnet sich durch ihre Robustheit und ihre hohe Auflösung von 0,1N oder 0,001Nm aus. Mit 200 Gramm sind die Sensoren zudem ein echtes Leichtgewicht. Kompatibel sind sie derzeit mit den Robotermodellen von Universal Robots und Kuka, in naher Zukunft auch mit den Modellen von ABB und Yaskawa.

Kraft-Momenten-Sensor versteht sich mit Universal Robots und Kuka

In den kommenden Monaten möchte OptoForce sein Vertriebsnetzwerk in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiter auf- und ausbauen. Dazu sollen strategische Partnerschaften mit Systemintegratoren und Distributoren im Bereich Robotik und Automatisierung geschlossen werden. Erste Zusammenarbeiten in diesem Bereich sind bereits vereinbart, wie beispielsweise mit dem Unternehmen WMV Robotics: „Unser Ziel ist es, Automatisierungstechnologie jedem zugänglich machen“, sagt Torsten Woyke, Geschäftsleiter von WMV Robotics. „Unter diesem Aspekt passen die Kraft-Momenten-Sensoren von OptoForce hervorragend in unser Portfolio. Sie transformieren die komplexen Herausforderungen unserer Kunden in einfach zu handhabende Plug&Play-Lösungen. Damit können wir kleinen und mittelständischen Unternehmen dabei helfen, ganz neue Aufgabenbereiche zu automatisieren.“

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