Igus Kunststoffspezialist mit motion plastics weltweit auf Wachstumskurs

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Igus, Hersteller von Energiekettensystemen und Polymer-Gleitlagern, konnte auch im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz steigern – auf jetzt insgesamt 427 Mio. Euro. Die starken Investitionen in Forschung und Entwicklung von motion plastics - Kunststoffkomponenten für bewegte Anwendungen - wie auch die Erweiterung der Branchenberatung und der globale Standortausbau ließen das Unternehmen weltweit weiter wachsen.

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Ein Unternehmen in Bewegung: Das Management-Team sorgt mit 150 Jahren Igus-Erfahrung und den inzwischen 2.400 Mitarbeitern für die Dynamik des Tribo-Polymerspezialisten.
Ein Unternehmen in Bewegung: Das Management-Team sorgt mit 150 Jahren Igus-Erfahrung und den inzwischen 2.400 Mitarbeitern für die Dynamik des Tribo-Polymerspezialisten.
(Igus)

Mit einer Steigerung des Umsatzes auf 427 Mio. Euro erreichte Igus ein Jahresplus von rund sieben Prozent, teilte das Unternehmen anlässlich seiner Pressekonferenz auf der Hannover Messe mit. 5.100 Bestellungen wurden tagtäglich zu Kunden auf allen Kontinenten geschickt, fast 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das unterschiedliche prozentuale Wachstum ist, neben dem stärkeren Euro im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere auf die zunehmende Bestellung von Kleinstmengen und -teilen zurückzuführen. Mit den neu eröffneten Niederlassungen in Indonesien, Estland, Bulgarien, Russland, Thailand, Slowenien, Vietnam und der Slowakei ist Igus heute in 35 Ländern direkt präsent und in weiteren 55 über lokale Händler.

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Zusätzlich wurden bestehende Standorte erweitert. Im Juli 2013 bezog in den USA igus Inc. das von den kanadischen Architekten Odette Roy und Isabelle Jacques entworfene Gebäude mit einer Gesamtfläche von 15.000 m2. Das neue Gebäude beinhaltet eine energieeffiziente Beleuchtung und Kühlung. Wie in der Zentrale in Köln ermöglichen modulare Wandsysteme eine schnelle Erweiterung.

In China nimmt Igus als ausgewähltes Unternehmen am Asia-Pacific Regional Operation Programme (APOP) im Rahmen der Shanghaier Freihandelszone teil. Ziel ist es, die chinesische Niederlassung als Hub in Asien zu etablieren, um von dort Kunden noch schneller im gesamten asiatisch-pazifischen Raum direkt beliefern zu können.

Mit diesen Investitionen in die Direktpräsenz auf den einzelnen Märkten setzt Igus mit seinen 2.400 Mitarbeitern (plus neun Prozent) konsequent auf die lokale Nähe zum Kunden, um so das Versprechen der schnelleren Lieferung ab 24 Stunden global zu perfektionieren.

motion plastics: Hochleistungskunststoffe für bewegte Anwendungen

Dieser direkte Kontakt zu den insgesamt rund 200.000 aktiven Kunden (plus 14 Prozent) – und darüber hinaus – bleibt wesentliches Element aller Aktivitäten. Für deren persönliche Ansprache baut Igus auch die Branchenberatung kontinuierlich weiter aus. Im letzten Jahr wurde die Anzahl der Gebiete mit Spezialisten auf insgesamt 13 erhöht, darunter Stahlwerke und die Zweiradindustrie.

Darüber hinaus wurden eigene Geschäftsbereiche für neue Produkte geschaffen, darunter dryspin Spindeltriebe und Halbzeuge, um den Kunden auch hier Anwendungsmöglichkeiten durch den Einsatz von Tribo-Polymeren schneller zu erschließen.

Parallel wurden die Online-Tools erweitert, um so eine noch bessere Konfigurierbarkeit und Berechnung der Lebensdauer von Produkten zu ermöglichen.

Auch in Bezug auf 3D-Druck setzt igus auf Innovation. So ist eine der 114 Neuheiten, die erstmals auf der Hannover Messe vorgestellt wurden, das welterste Tribo-Filament für 3D-Drucker. Der revolutionäre Werkstoff ist bis zu 50mal abriebfester als alle bisherigen 3D-Druckmaterialen. Der Kunde kann damit noch freier in der Konstruktion seiner Lagerstellen vorgehen und Prototypen schnell und günstig herstellen.

Ein Unternehmen in Bewegung

Das Potenzial von 3D-Druck zeigt sich auch in der Zusammenarbeit der Universität Bonn und Igus. Gemeinsam haben beide Partner einen Roboter entwickelt, der bei der RoboCup Weltmeisterschaft im Juli in Brasilien an den Start gehen wird. So bestehen die Außenform und tragende Teile aus Kunststoffkomponenten, die im Laser-Sinter-Verfahren hergestellt wurden. Diese neue Generation Fußballroboter ist leicht und beweglich und soll im Zweikampf Stürze überstehen.

Bewegung ist auch das zentrale Thema der Demonstrationsfahrt „iglidur on tour“. Seit Anfang des Jahres fährt im Rahmen des 50jährigen igus Jubiläums ein mit Kunststoff-Gleitlagern umgerüsteter Kleinwagen durch vier Kontinente. Mit der Fahrt zeigt igus die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und die Belastbarkeit von Tribo-Polymeren. „iglidur on tour“ hat den Kleinwagen bisher durch Indien und China geführt hat und hat parallel zur Hannover Messe Südkorea erreicht, um dort zahlreiche Kunden und Niederlassungen zu besuchen.

Alle Stationen des „iglidur on tour“-Autos und seine Abenteuer können auf dem igus Blog verfolgt werden. (Link: blog.igus.de/iglidurontour).

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