Suchen

Ethernet-Netzwerke Lapp vervollständigt sein Ethernet-Sortiment jetzt mit Switches

Autor / Redakteur: Jürgen Greger* / Dipl. -Ing. Ines Stotz

In der Industrie werden Ethernet-Netzwerke immer beliebter. Die Switches sind dabei die Schaltzentralen. Verbunden mit maßgeschneiderten Leitungen und Steckverbindern bekommt der Anwender ein zukunftssicheres System.

Firmen zum Thema

Unmanaged und Managed Switches von Lapp verbinden Produktionseinheiten zu ausfallsicheren Netzwerken. Ein redundanter Ring sichert die Kommunikation und verhindert Produktionsausfälle.
Unmanaged und Managed Switches von Lapp verbinden Produktionseinheiten zu ausfallsicheren Netzwerken. Ein redundanter Ring sichert die Kommunikation und verhindert Produktionsausfälle.
(Bild: Lapp)

Im Office-Bereich sind Netzwerke zur Datenkommunikation längst etabliert. Aber auch in der Industrie werden Ethernet-Netzwerke immer beliebter und lösen die etablierten Feldbusse ab. Sie machen die Fabriken intelligenter und sind für Industrie 4.0 nahezu unverzichtbar. Die Netzwerke gelten als sehr robust. Sie verfügen über ausgereifte Mechanismen für Überwachung, Diagnose und Redundanz, denn Ausfälle im Datenverkehr können schlimmstenfalls zu Stillstand und hohen Schäden führen. Deshalb sind Diagnose-Tools und kürzeste Rekonfigurationszeiten der Redundanzfunktion hier wichtige Qualitätsmerkmale für Switches.

Die Konfigurations- und Diagnosetools sollten eine intuitive webbasierte Konfigurationsoberfläche, Statistikzähler, E-Mail-Alarme und weitere Einstellungen der Geräte etwa der Ports zur Verfügung stellen. Als Standard hat sich das Simple Network Management Protocol (SNMP) durchgesetzt, das nur sinnvoll über komplexe Diagnosetools genutzt werden kann. SNMP legt die Basis in Netzen mit unterschiedlichsten Geräten von verschiedenen Herstellern und schafft eine einheitliche Schnittstelle zur Diagnose und Projektierung dieser Geräte. Angesichts der steigenden Zahl von heterogenen Ethernet-Netzwerken in der Industrie wird SNMP immer wichtiger.

Redundanzfunktion als Notfallschirm

Ebenso entscheidend ist die Redundanz. Standard-Redundanzverfahren wie STP (Spanning Tree Protocol) oder RSTP (Rapid STP) benötigen für die Rekonfiguration bis zu fünf Sekunden und sind für den Einsatz in der Industrie häufig zu langsam. State of the Art sind Switches mit Rekonfigurationszeiten von unter 20 ms und das bei bis zu 250 aktiven Komponenten im Netzwerk. Diese Switches werden dabei in einem Ring angeordnet, so dass bei Ausfall eines Kommunikationspfads immer ein alternativer Pfad über eine redundante Leitung zur Verfügung steht.

Der Einsatz von Industrienetzwerken birgt aber auch große Fehlerquellen. So passiert es immer wieder, dass zwar der Switch hochleistungsfähig ist, aber dass Leitungen und Stecker verwendet werden, die eigentlich nur in eine Büroumgebung passen. Dort wo Leitungen Chemikalien und Schmierstoffen ausgesetzt sind, oder in der Robotik, wo es auf maximale Beweglichkeit ankommt, sind solche Verbindungslösungen aus dem Office-Bereich völlig untauglich. Um die Leistungsfähigkeit eines industriellen Netzwerkes nachhaltig zu sichern, ist deshalb ein perfektes Zusammenspiel von Switch und Leitung nötig. Dann muss die Redundanzfunktion auch wirklich nur im Notfall eingreifen, wenn trotz robuster, industrietauglicher Komponenten mal was ausfällt – quasi als Notfallschirm.

Neu: Switches jetzt im Ethernet-Sortiment bei Lapp

Um diese zuverlässige industrielle Netzwerklösung anbieten zu können, hat sich Lapp entschlossen sein Ethernet-Sortiment mit Switchen zu vervollständigen. Die Switches mit dem Namen Etherline Access werden zusammen mit dem kompletten industriellen Ethernet Lösungsspektrum auf der Messe SPS IPC Drives vorgestellt. Nur die Kombination aus industriespezifischem Switch und industriellen Leitungen gewährleistet auch höchste Leistungen bei der Übertragungsqualität und Ausfallsicherheit. Der Kunde bekommt alle benötigten Komponenten, also Switches, Leitungen, Steckverbinder und Zubehör wie Kabeldurchführungen, Schutzschläuche, Markierungen aus einer Hand. Er muss nicht bei verschiedenen Herstellern einkaufen und bekommt die Expertise von Lapp on top dazu.

Etherline Accsess: State of the Art-Switches

Die Managed Switches Etherline Access M05T/M08T erfüllen höchste Qualitätsansprüche. Sie haben fünf beziehungsweise acht RJ45-Ports, mit ihnen lassen sich einfach redundante Netzwerke aufbauen. Sie beherrschen alle relevanten Protokolle wie HTTP, Telnet, Ethernet/IP, Modbus/TCP, IPv6 und viele mehr. Zwei redundante Anschlüsse zur Energie-Versorgung garantieren höchste Ausfallsicherheit. Bei Vibrationen, Stößen und Störfestigkeit erfüllen sie jeweils die strengen IEC-Normen für industrielle Komponenten. Die Rekonfigurationszeit liegt bei unter 20 ms und damit unter den üblichen Reaktionszeiten der Fehlererkennungen in Anlagensteuerungen. Das ist ein Spitzenwert im Markt.

Die einheitliche Diagnose unterschiedlicher Netzwerkteilnehmer erfolgt mittels SNMP, außerdem beherrschen die Konfigurations- und Diagnosetools Port-Mirroring. Die Anwender erkennen schnell die Ursachen von Netzwerkausfällen wie Leitungsbeschädigungen oder Fehler bei der Autonegotiation. Die Geräte haben einen Relais-Ausgang, über den der Anwender mittels Web-Oberfläche Warnmeldungen definieren kann. Ein webbasierter Konfigurator hilft bei der Einrichtung.

Managed und unmanaged

Ähnliche Leistungsdaten aber „unmanaged“, also ohne Konfigurationsmöglichkeiten, haben die beiden Switches Etherline Access U05T/U08T. Sie eignen sich zum Einsammeln und Verteilen von Signalen der angeschlossenen Komponenten. Auch sie sind lüfterlos und damit wartungsfrei.

Für nahezu jede Branche hat Lapp unter dem Namen Etherline die passende Ethernet-Verbindung. Für die Robotik zum Beispiel Etherline Torsion, eine Leitung nach Cat.7-Standard für Übertragungsraten bis 10 Gigabit/Sekunde. Sie eignet sich für bewegte Anwendungen und kann mindestens fünf Millionen mal um bis zu 180° pro Meter verdrillt werden. Durch die Expertise von Lapp bekommt der Anwender maßgeschneiderte Kommunikationslösungen aus einer Hand, quasi ein Gütesiegel für hohe Ausfallsicherheit und Langlebigkeit.

SPS IPC Drives: Halle 2, Stand 310

* Jürgen Greger, Produktmanager bei der U.I. Lapp GmbH

(ID:44922181)