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Luftüberwachung Leckagen aus der Vogelperspektive betrachtet

| Redakteur: Carina Schipper

Die Kontrolle von industriellen Druckluftstationen ist wegen ihrer Größe und weiten Verzweigung ein schwierig. Leckagen belasten den Energiehaushalt. Die Universität Kassel startet zusammen mit einem Automobilbauer das Projekt Robotair.

Der Hexakopter kommt an schwer erreichbare Stellen und kann so bisher möglicherweise unbemerkte Leckagen orten.
Der Hexakopter kommt an schwer erreichbare Stellen und kann so bisher möglicherweise unbemerkte Leckagen orten.
(Bild: Robotair)

Mit Robotair, einem mobilen und flugfähigen Überwachungssystem, will das Kasseler Forscherteam eine Lösung finden. Robotair besteht aus einem teleoperiert fliegendem und einem teilautonom fahrenden Roboter. Das System kommt von unten wie von oben an schwer zu erreichende Stellen und spürt Lecks im Leitungssystem auf, versprechen die Wissenschaftler. Der Sensor basiert auf Ultraschallfernmesstechnik und macht so Leckagen für den Anwender sichtbar.Ein 3D-Laserscanner übernimmt die Kartierung.

Alles im Blick

Der Luft- und der Bodenroboter sind mit sensorischer Nutzlast und einem mobilen Leitstand ausgestattet. Dieser wandelt die Sensorsignale um und stellt sie für den Anwender in Form eines Lagebilds durch eine Datenbrille dar. Gegenwärtig finden Labortests satt. Im kommenden Jahr wird es Feldversuche geben. Forscher sind gerade Möglichkeiten der Bewegungsplanung und weiteren Mobilitätsfunktionen für Inspektionsrouten mit dem Bodenroboter auf der Spur. Weitere Fragen sind Flughöhe- und Geschwindigkeit des Hexakopters. Robotair, versprechen sie, soll ebenfalls die klimatische Umgebung über eine multimodale Kartierung auf vorhandene Einsparpotentiale untersuchen.

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