Cybersecurity

Lernlabor Cybersicherheit mit dem Schwerpunkt IT-Forensik eröffnet

| Redakteur: Katharina Juschkat

Prof. Michael Waidner, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT, eröffnet das Lernlabor: „IT-Forensik ist wichtig, denn sie ist Grundlage für eine angemessene Reaktion auf Cybersicherheitsvorfälle sowie für die Aufklärung und Strafverfolgung von Cyberverbrechen.“
Prof. Michael Waidner, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT, eröffnet das Lernlabor: „IT-Forensik ist wichtig, denn sie ist Grundlage für eine angemessene Reaktion auf Cybersicherheitsvorfälle sowie für die Aufklärung und Strafverfolgung von Cyberverbrechen.“ (Bild: Hochschule Mittweida)

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie eröffnet das sechste Lernlabor Cybersicherheit, diesmal gemeinsam mit der Hochschule Mittweida. Schwerpunkt: IT-Forensik.

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT und die Hochschule Mittweida haben heute ein neues Lernlabor Cybersicherheit eröffnet. Am Standort in Mittweida wollen die Partner Weiterbildungsangebote zu den Themen IT-Forensik und Automotive Security entwickeln. Fachleute aus Wirtschaft, Industrie und Behörden sollen hier ihr Wissen praxisnah verbessern und ausbauen.

Die Spurensuche nach der Cyberattacke

Schwerpunktthema ist die IT-Forensik. Im Kern geht es um die digitale Spurensuche und Datenanalyse nach einem Vorfall, also beispielsweise nach der Attacke auf das Firmennetzwerk. Bei der Untersuchung dürfen die Spuren nicht verändert oder beschädigt werden. Michael Waidner, der Leiter des Fraunhofer SIT, erklärt: „IT-Forensik ist wichtig für Wirtschaft und Gesellschaft, denn die Fachkompetenz ist Grundlage für eine angemessene Reaktion auf Cybersicherheitsvorfälle sowie für die Aufklärung und Strafverfolgung von Cyberverbrechen.“

Prof. Ludwig Hilmer, Rektor der Hochschule Mittweida: „Wir sind in der IT-Ausbildung und in der Kooperation mit staatlichen Stellen in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich gewesen.“
Prof. Ludwig Hilmer, Rektor der Hochschule Mittweida: „Wir sind in der IT-Ausbildung und in der Kooperation mit staatlichen Stellen in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich gewesen.“ (Bild: Hochschule Mittweida)

Das Fraunhofer SIT und die Hochschule Mittweida verfügen über Erfahrung im Bereich der Cybersicherheit. Die Hochschule ist auch in der berufsbegleitenden Weiterbildung aktiv – so bietet sie beispielsweise Fernstudiengänge oder Forensik-Weiterbildungen für Mitarbeiter der Ermittlungsbehörden an. Das Fraunhofer SIT entwickelt seit Jahren Sicherheitslösungen für Wirtschaft und Behörden.

Mehr als die Hälfte aller Unternehmen Opfer von Cybercrime

Die Brisanz des Themas unterstreicht auch eine aktuelle Studie des Branchenverbands Bitkom. Demnach wurden in den vergangenen zwei Jahren mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl. Der Schaden wird auf rund 55 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt, ein Anstieg um rund acht Prozent gegenüber der Studie vor zwei Jahren.

Die Fraunhofer-Gesellschaft will mit den Lernlaboren Cybersicherheit ein Konzept bieten, das Forschung und Vermittlung von IT-Know-how in praxisnaher Weiterbildung miteinander verbindet. Mit der Einrichtung in Mittweida sind inzwischen sechs Lernlabore mit Standorten in ganz Deutschland am Start. Jedes Labor setzt seinen eigenen Schwerpunkt. Für alle behandelten Themen gilt: Es gibt einen hohen Nachholbedarf bei der Weiterbildung. Denn die Mehrheit der Mitarbeiter in Unternehmen oder Behörden wurde zu einer Zeit ausgebildet, als Aspekte wie IT-Sicherheit oder IT-Forensik noch gar nicht auf dem Lehrplan standen.

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