Anschlusstechniken im Feld
Eine sichere Verbindung für LWL-Kabel

Von Frank Kölske, Phoenix Contact GmbH & Co. KG 4 min Lesedauer

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Lichtwellenleiter-Kabel werden häufig als Meterware verlegt und müssen anschließend im Feld angeschlossen werden. Die unterschiedlichen Lichtwellenleiter-Typen erfordern unterschiedliche Anschlusstechniken.

Das Fusionsspleißen ist eine LWL-Anschlusstechnik im Feld. (Bild:  Phoenix Contact)
Das Fusionsspleißen ist eine LWL-Anschlusstechnik im Feld.
(Bild: Phoenix Contact)

Zur Verkabelung von datentechnischen Anlagen werden neben Kupferkabeln häufig auch Lichtwellenleiter-Kabel verlegt. Je nach Anforderung an Übertragungslängen, Datenraten und Wellenlängen können unterschiedliche Fasertypen wie POF, PCF und Quarzglas zum Einsatz kommen. Bereits geplante und ausgewählte aktive Komponenten geben bestimmte Parameter für den Lichtwellenleiter bereits vor. Neben geeigneten Werkzeug-Sets benötigt man zur Verkabelung und zum korrekten Anschluss weitere Komponenten wie Steckverbinder, Verteilerboxen und Kabel. Als Ausgangsbasis dient der Fasertyp, der für den Einsatz geplant oder bereits installiert ist.

Einsatz und Anschluss von POF

Bei geringen Anforderungen an Datenraten und Reichweiten findet man im Feld in industriellen Umgebungen häufig noch POF-Kabel. Bei der Polymer Optical Fiber (POF) handelt es sich um eine LWL-Faser mit einem Kern und einem Mantel aus Kunststoffglas. Die Standard-POF mit einem Kerndurchmesser von 980 µm und einem Manteldurchmesser von 1.000 µm ist zum Schutz mit einem Coating von 2,2 mm Durchmesser ummantelt. Somit spricht man von der POF-Ader. Das Coating lässt sich mit einem geeigneten Abisolierwerkzeug entfernen. Zumeist befinden sich zwei POF-Adern zusammen mit Füllmaterial und Zugentlastungselementen unter einem Außenmantel. Diese Konstruktion ist das sogenannte Breakout-Kabel. Es gibt Breakout-Kabel mit POF-Adern für unterschiedliche Applikationen.