Kleinfernwirksystem Liefert Informationen aus dem Mittel- und Niederspannungsnetz

Redakteur: Ines Stotz

Die Liberalisierung der Energiemärkte und die durch den Gesetzgeber geschaffenen finanziellen Anreize für die Errichtung von kleinen und mittleren dezentralen Erzeugungsanlagen führen

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Die Liberalisierung der Energiemärkte und die durch den Gesetzgeber geschaffenen finanziellen Anreize für die Errichtung von kleinen und mittleren dezentralen Erzeugungsanlagen führen dazu, dass die aktuellen Grundlagen für die Netzplanung neu überdacht werden müssen.

Um den Netzbetreibern (Netzführung und Planung) mehr Informationen aus dem Mittel- und Niederspannungsnetz oder den Gasdruck-Regelstationen bereitstellen zu können, wurde von der Firma Helmut Mauell das modulare Kleinfernwirksystem ME 4012 PA-N entwickelt, das den aktuellen und den zukünftigen Kunden-Anforderungen gerecht werden soll.

Es verbindet eine neue – an die jeweilige Umgebung angepasste – Hardware mit der vorhandenen Softwarefunktionalität, wie sie in modernen Hoch- und Höchstspannungsanlagen zum Einsatz kommt.

Die aktuelle CPU verfügt über drei physikalisch unterschiedliche Kommunikationsschnittstellen (Ethernet; Seriell RS232; Feldbus RS485). Darüber kann je nach Ausprägung über die Standardprotokolle der Normenreihe IEC 60870-5-101; 3; 4 oder Modbus RTU kommuniziert werden. Ab 2011 (Q2) steht zusätzlich das Protokoll IEC 61850 für das System zur Verfügung. Weitere Protokolle sind in Planung.

Neben der CPU werden verschiedene Stromversorgungskarten mit abgestimmter Leistung je nach System für alle gängigen Eingangsspannungsbereiche mit oder ohne 24 VDC Hilfsspannung für Fremdgeräte wie Datenübertragungs-Endgeräte angeboten. Zudem ist eine sichere integrierte Eigenversorgung (3 min.) über Ultra Caps vorgesehen.

Verschiedene Ausführungen

Das Gerät ist in verschiedenen Ausführungen im Edelstahlgehäuse mit einer Breite von 130 mm mit drei freien Steckplätzen oder 184 mm mit sechs freien Steckplätzen und einer Höhe von 99 mm bzw. einer Tiefe von 132 mm als Aufbau- und Einbausystem verfügbar.

Für größere Anwendungen steht zusätzlich noch ein Aufbaugehäuse mit einer Breite von 291 mm und zwölf freien Steckplätzen zur Verfügung. Je nach Anwendungsfall ist das Gesamtsystem für den Betrieb von 0 bis 55°C oder -15 bis +65°C ausgelegt.

Die freien Steckplätze im System können mit unterschiedlichen Ein- oder Ausgangskarten bestückt werden. Folgende Karten sind aktuell verfügbar bzw. in Planung:

  • Zwölf Binäre Eingänge (24-48-60-110-220 VDC) zur Erfassung von Meldungen und Zählwerten;
  • acht Binäre Ausgänge (24-220 VDC; 8 A ohmsch) zur Ausgabe von Befehlen und Meldungen;
  • eine Direktmessung zur Messung der Niederspannung 3xI 1 bis 6A und 3xU 300Veff (P; Q; usw.);
  • drei analoge Eingänge 0(4) – 20 mA; zwei analoge Ausgänge 0(4)- 20mA;
  • drei analoge Eingänge 0(4) – 20 mA; zwei analoge Ausgänge 0(4)- 20mA; 1 PT100 Eingang;
  • vier analoge Eingänge 0(4) – 20 mA;
  • vier analoge Ausgänge 0(4) – 20 mA.

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